WordPress

Cookie-Banner einrichten: In 30 Minuten zur DSGVO-Compliance

Jede WordPress-Website, die Google Analytics, YouTube-Videos oder Marketing-Tools einsetzt, braucht ein Cookie-Banner. Ohne Einwilligung Ihrer Besucher dürfen diese Dienste keine Cookies setzen. In dieser Anleitung zeige ich Ihnen, wie Sie mit Real Cookie Banner ein DSGVO-konformes Cookie-Banner in WordPress einrichten. Schritt für Schritt, ohne Vorwissen, in weniger als 30 Minuten. Ich nutze Real Cookie Banner selbst bei meinen Kundenprojekten und erkläre Ihnen genau die Einstellungen, die wirklich wichtig sind.

⚠️ Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte zu DSGVO-Anforderungen und Cookie-Richtlinien wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt oder Datenschutzbeauftragten. Die genannten Preise können sich ändern — prüfen Sie aktuelle Preise auf den Anbieter-Websites.

Die 3 wichtigsten Einstellungen nach der Installation

Nach dem Setup-Assistenten sollten Sie drei Einstellungen nochmal gezielt prüfen. Aus meiner Erfahrung werden genau diese am häufigsten vergessen oder falsch konfiguriert:

1. Google Consent Mode V2 aktivieren: Seit März 2024 verlangt Google, dass Consent-Signale im Consent-Mode-V2-Format übertragen werden. Ohne diese Einstellung verlieren Sie Conversion-Daten in Google Ads und sehen weniger Daten in Google Analytics. In Real Cookie Banner aktivieren Sie den Consent Mode unter Cookies > Einstellungen > Consent Mode. Das Plugin übergibt dann automatisch die Signale ad_storage, analytics_storage, ad_user_data und ad_personalization an Google.

2. Widerrufsmöglichkeit einrichten: Ihre Besucher müssen jederzeit ihre Cookie-Einwilligung widerrufen können. Real Cookie Banner bietet dafür einen Shortcode oder ein Footer-Widget. Ich empfehle, einen Link "Cookie-Einstellungen" im Footer zu platzieren. So erfüllen Sie die DSGVO-Anforderung und Ihre Besucher finden die Option intuitiv.

3. JavaScript-Blocker für externe Scripts: Manche Tracking-Scripts werden nicht automatisch vom Scanner erkannt — etwa selbst eingebundene Cache-Busting-Scripts oder A/B-Testing-Tools. Prüfen Sie unter Cookies > Services, ob alle externen Scripts erfasst sind. Fehlt ein Dienst, legen Sie ihn manuell an.

Quick-Check nach der Einrichtung

  • Impressum und Datenschutzerklärung im Plugin verknüpft?
  • Alle nicht-notwendigen Dienste (Analytics, YouTube, Maps) als Services angelegt?
  • Content Blocker für eingebettete Inhalte aktiviert?
  • Widerrufsmöglichkeit im Footer verlinkt?
  • Banner-Design zu Ihrem Website-Design passend?
  • Test im Inkognito-Modus bestanden?

Häufig gestellte Fragen zum Cookie-Banner in WordPress

Die kostenlose Version deckt einfache Websites mit wenigen Services ab. Die PRO-Version startet bei 59 € pro Jahr (inkl. MwSt., ohne Gewähr) für eine Website und enthält über 160 Service-Vorlagen, einen automatischen Website-Scanner und Google Consent Mode V2. Für mehrere Websites gibt es Mengenlizenzen. Aktuelle Preise finden Sie auf devowl.io.
Ja. Sowohl Real Cookie Banner als auch Complianz bieten kostenlose Versionen an. Die kostenlosen Varianten eignen sich für einfache Blogs und Websites mit wenigen externen Diensten. Sobald Sie Google Analytics, YouTube-Embeds oder Marketing-Tools nutzen, empfehle ich eine Premium-Version wegen des automatischen Scanners und der vorgefertigten Service-Vorlagen.
Für eine typische Unternehmenswebsite mit 3–5 externen Diensten rechne ich mit 20 bis 30 Minuten. Der Setup-Assistent führt Sie durch die Grundkonfiguration. Die meiste Zeit geht für das Prüfen der erkannten Services und das Anpassen des Banner-Designs drauf. Bei komplexen Shops mit vielen Tracking-Tools kann es etwas länger dauern.
Nein. Technisch notwendige Cookies dürfen ohne Einwilligung gesetzt werden. Dazu gehören Session-Cookies, Warenkorb-Cookies und Spracheinstellungen. Sie müssen diese Cookies aber in Ihrer Datenschutzerklärung transparent auflisten — was alles dazugehört, zeigt Ihnen meine DSGVO Website Checkliste. Das Cookie-Banner benötigen Sie nur für nicht-notwendige Cookies wie Tracking, Marketing und externe Einbettungen.
Sie riskieren eine Abmahnung. Die DSGVO sieht Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes vor. Für KMU ist das theoretische Maximum zwar selten relevant, aber Abmahnungen durch Wettbewerber oder Datenschutzorganisationen kosten schnell einige tausend Euro an Anwaltsgebühren. Zusätzlich drohen Bußgelder nach TDDDG von bis zu 300.000 €.
Ja, aber mit einer Einschränkung. Real Cookie Banner nutzt die WordPress REST API, um Consent-Einstellungen zu speichern. Wenn Ihr Caching-Plugin die REST API mit cached, kann das Banner auf jeder Unterseite erneut erscheinen. Lösung: Schließen Sie die REST-API-Endpunkte von Real Cookie Banner im Caching-Plugin vom Cache aus. Bei WP Rocket, W3 Total Cache und LiteSpeed Cache funktioniert das über Ausnahme-Regeln in den Plugin-Einstellungen.
Das TDDDG (seit Mai 2024 umbenannt vom TTDSG) regelt den Zugriff auf das Endgerät des Nutzers — also das Setzen und Auslesen von Cookies. Die DSGVO regelt die anschließende Verarbeitung personenbezogener Daten. In der Praxis greifen beide Gesetze gleichzeitig: Das TDDDG verlangt eine Einwilligung fürs Cookie-Setzen, die DSGVO verlangt eine Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung. Real Cookie Banner deckt beide Anforderungen mit einer einzigen Einwilligung ab.

Die technischen Anleitungen in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen erstellt, erfolgen jedoch auf eigenes Risiko. Für die rechtliche Bewertung Ihrer konkreten Situation wenden Sie sich an einen Fachanwalt für IT-Recht oder Datenschutzrecht.

🍪

Cookie-Banner Einrichtung zu kompliziert?

Sie möchten sich nicht mit Plugin-Einstellungen herumschlagen? Ich richte Ihr Cookie-Banner DSGVO-konform ein — schnell, zuverlässig und zum Festpreis von 99 € (zzgl. MwSt.). Sie schildern mir Ihre Website, ich kümmere mich um den Rest.