SEO-Ratgeber

Interne Links: Ihr unsichtbarer Ranking-Booster

Während viele Unternehmen sich auf Backlinks konzentrieren, bleibt eine der wirkungsvollsten SEO-Strategien oft ungenutzt: die interne Verlinkung. Mit einer durchdachten Linkstruktur verbessern Sie nicht nur Ihre Rankings, sondern auch die User Experience Ihrer Website. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen, wie Sie Ihre interne Verlinkungsstrategie von Grund auf optimieren und Ihre SEO-Texte gezielt miteinander verknüpfen.

Was sind interne Links und warum sind sie wichtig?

Interne Links sind Hyperlinks, die von einer Seite Ihrer Website auf eine andere Seite derselben Domain verweisen. Im Gegensatz zu externen Links, die auf fremde Websites zeigen, bleiben interne Verlinkungen innerhalb Ihres eigenen digitalen Ökosystems. Jede Navigation, jeder Menüpunkt und jeder kontextuelle Link in Ihrem Content ist ein interner Link.

Die Bedeutung interner Links wird häufig unterschätzt. Sie erfüllen drei zentrale Funktionen: Erstens helfen sie Suchmaschinen, Ihre Website-Struktur zu verstehen und alle Seiten zu entdecken. Zweitens verteilen sie die sogenannte Link-Autorität (oft als Link Juice bezeichnet) von starken auf schwächere Seiten. Drittens verbessern sie die Navigation für Ihre Besucher und halten diese länger auf Ihrer Website.

Im Vergleich zu Backlinks haben Sie bei internen Links die volle Kontrolle. Sie entscheiden, welche Seiten Sie verlinken, mit welchen Ankertexten und in welchem Kontext. Diese Kontrolle macht die interne Verlinkung zu einem mächtigen Werkzeug, das Sie ohne externe Abhängigkeiten einsetzen können.

💡 Gut zu wissen

Google nutzt interne Links aktiv, um die Relevanz und Hierarchie Ihrer Seiten zu verstehen. John Mueller von Google bestätigte mehrfach, dass interne Verlinkung einer der wichtigsten Faktoren ist, mit denen Sie Suchmaschinen signalisieren können, welche Seiten besonders wichtig sind.

Wie eine interne Verlinkungsstrategie Ihr SEO verbessert

Eine strategisch aufgebaute interne Verlinkung wirkt sich auf nahezu jeden Aspekt Ihrer Suchmaschinenoptimierung positiv aus. Die Effekte sind messbar und oft schon nach wenigen Wochen sichtbar. Hier sind die wichtigsten SEO-Vorteile, die Sie mit einer optimierten Linkstruktur erzielen:

  • Bessere Indexierung: Der Googlebot folgt internen Links, um neue Seiten zu entdecken. Je besser Ihre Seiten verlinkt sind, desto schneller werden sie gefunden und in den Index aufgenommen. Verwaiste Seiten ohne eingehende Links werden oft gar nicht indexiert.
  • Thematische Cluster bilden: Durch gezielte Verlinkung zwischen thematisch verwandten Inhalten signalisieren Sie Google, dass Sie ein Thema umfassend abdecken. Das stärkt Ihre Autorität in diesem Bereich und kann Ihre Rankings für alle verbundenen Seiten verbessern.
  • Link-Autorität verteilen: Seiten mit starken Backlinks können ihre Autorität über interne Links an andere Seiten weitergeben. So profitieren auch neue oder schwächere Seiten von der Stärke Ihrer besten Inhalte.
  • Keyword-Signale stärken: Der Ankertext eines Links gibt Google einen Hinweis auf den Inhalt der Zielseite. Mit relevanten, natürlichen Ankertexten verstärken Sie die Keyword-Relevanz Ihrer Seiten.

📊 Praxis-Beispiel: Autorität gezielt lenken

Stellen Sie sich vor, Ihr Blogbeitrag zum Thema "SEO-Grundlagen" hat 50 starke Backlinks. Wenn Sie von diesem Artikel auf Ihre Leistungsseite "SEO-Beratung" verlinken, fließt ein Teil dieser Autorität dorthin. Die Leistungsseite kann dadurch für kommerzielle Keywords wie "SEO Agentur" besser ranken, auch wenn sie selbst kaum Backlinks hat.

Neben den direkten SEO-Effekten verbessert eine gute interne Verlinkung auch indirekte Ranking-Faktoren. Besucher, die relevante weiterführende Links finden, bleiben länger auf Ihrer Website. Die Verweildauer steigt, die Absprungrate sinkt. Diese Nutzersignale fließen wiederum in die Bewertung durch Google ein.

Visualisierung des Link-Juice-Flusses zwischen Website-Seiten
So fließt die Link-Autorität von starken zu schwächeren Seiten Ihrer Website.

Die Pillar-Cluster-Strategie erklärt

Die Pillar-Cluster-Strategie (auch Topic-Cluster-Modell genannt) ist ein moderner Ansatz zur Content-Organisation und internen Verlinkung. Statt isolierte Artikel zu erstellen, die nur oberflächlich verknüpft sind, bauen Sie thematische Cluster auf, die ein Thema umfassend abdecken.

Das Modell besteht aus zwei Elementen: der Pillar-Seite und den Cluster-Seiten. Die Pillar-Seite ist ein umfassender Übersichtsartikel zu einem breiten Thema, beispielsweise "Suchmaschinenoptimierung". Die Cluster-Seiten behandeln Unterthemen detailliert, etwa "Keyword-Recherche", "Technisches SEO" oder "Content-Optimierung". Alle Cluster-Seiten verlinken zur Pillar-Seite und umgekehrt.

So funktioniert die Struktur in der Praxis:

Nehmen wir an, Sie bieten Webdesign-Dienstleistungen an. Ihre Pillar-Seite könnte "Professionelles Webdesign" sein und alle wichtigen Aspekte im Überblick behandeln. Die Cluster-Seiten gehen dann ins Detail: "Responsive Design", "Website-Performance", "Conversion-Optimierung", "Barrierefreiheit" und so weiter. Jede Cluster-Seite verlinkt prominent auf die Pillar-Seite, die Pillar-Seite verlinkt auf alle Cluster-Seiten.

Visualisierung der Pillar-Cluster-Struktur

Zentrum: Pillar-Seite (z.B. "SEO-Leitfaden")

Verbunden mit Cluster-Seiten rundherum:

  • Cluster 1: Keyword-Recherche (verlinkt zur und von Pillar-Seite)
  • Cluster 2: OnPage-Optimierung (verlinkt zur und von Pillar-Seite)
  • Cluster 3: Technisches SEO (verlinkt zur und von Pillar-Seite)
  • Cluster 4: Content-Strategie (verlinkt zur und von Pillar-Seite)
  • Cluster 5: Linkaufbau (verlinkt zur und von Pillar-Seite)

Zusätzlich: Horizontale Links zwischen verwandten Cluster-Seiten.

Der Vorteil dieser Struktur: Google erkennt, dass Sie ein Thema umfassend und tiefgehend behandeln. Das stärkt Ihre thematische Autorität. Zudem werden alle Seiten des Clusters durch die gegenseitige Verlinkung gestärkt, wenn eine Seite Backlinks erhält.

Pillar-Cluster-Modell mit zentraler Hauptseite und verbundenen Themenartikeln
Die Pillar-Cluster-Struktur: Eine zentrale Hauptseite verlinkt auf spezialisierte Unterartikel.

Ankertexte optimieren: So machen Sie es richtig

Der Ankertext ist der sichtbare, klickbare Text eines Links. Er ist ein wichtiges Signal für Suchmaschinen, um zu verstehen, worum es auf der verlinkten Seite geht. Die richtige Wahl des Ankertexts kann den SEO-Wert eines internen Links erheblich steigern, während schlechte Ankertexte das Potenzial verschenken. Eine optimale interne Verlinkungsstrategie berücksichtigt daher immer auch die Ankertext-Optimierung.

Gute Ankertexte zeichnen sich durch diese Eigenschaften aus:

  • Beschreibend: Der Ankertext sollte den Inhalt der Zielseite klar beschreiben. "Tipps zur Keyword-Recherche" ist aussagekräftiger als "hier klicken".
  • Natürlich: Der Text muss in den Satzfluss passen und für Leser sinnvoll sein. Erzwungene Keyword-Einbindungen wirken unnatürlich.
  • Relevant: Verwenden Sie Keywords, die zur Zielseite passen, aber variieren Sie die Formulierungen. Nicht jeder Link muss das exakte Keyword enthalten.
  • Prägnant: Halten Sie Ankertexte kurz und auf den Punkt. 3-5 Wörter sind ideal, ganze Sätze sollten vermieden werden.

📊 Beispiele: Gute vs. schlechte Ankertexte

Schlecht:

  • "Klicken Sie hier für mehr Informationen" (generisch, kein Kontext)
  • "Mehr" oder "Weiterlesen" (nichtssagend)
  • "www.beispiel.de/seite" (nackte URL)
  • "SEO SEO SEO optimieren" (Keyword-Stuffing)

Gut:

  • "Erfahren Sie mehr über Keyword-Recherche für Einsteiger"
  • "In unserem Ratgeber zu SEO-Texten erklären wir..."
  • "Die Core Web Vitals optimieren Sie am besten so..."
  • "Lesen Sie unsere Tipps zur Website-Performance"

Ein häufiger Fehler ist die Überoptimierung. Wenn Sie immer denselben exakten Ankertext für eine Seite verwenden, kann das unnatürlich wirken und von Google negativ bewertet werden. Variieren Sie Ihre Ankertexte: Nutzen Sie mal das Hauptkeyword, mal Synonyme, mal beschreibende Phrasen und gelegentlich auch generische Texte wie "diese Seite" oder den Seitentitel.

Vermeiden Sie auch Ankertexte, die nicht zum Inhalt der Zielseite passen. Wenn der Ankertext "Webdesign-Preise" lautet, aber auf eine allgemeine Service-Seite führt, enttäuschen Sie sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen.

Die 3-Klick-Regel: Website-Struktur planen

Die sogenannte 3-Klick-Regel besagt, dass jede Seite Ihrer Website von der Startseite aus in maximal drei Klicks erreichbar sein sollte. Obwohl diese Regel oft als Faustregel genannt wird, ist sie unter UX-Experten umstritten. Studien zeigen: Nutzer geben nicht automatisch nach drei Klicks auf. Wichtiger als die Anzahl der Klicks ist eine intuitive, logische Navigation.

Für Suchmaschinen signalisiert die Klicktiefe allerdings tatsächlich die Wichtigkeit einer Seite. Seiten, die nur einen Klick von der Startseite entfernt sind, werden als besonders relevant eingestuft. Mit jedem weiteren Klick sinkt die wahrgenommene Bedeutung. Das bedeutet nicht, dass tiefere Seiten nicht ranken können, aber sie haben es tendenziell schwerer.

So optimieren Sie Ihre Website-Struktur:

  • Flache Hierarchie bevorzugen: Begrenzen Sie die Anzahl der Ebenen in Ihrer Seitenstruktur. Startseite, Kategorie, Unterkategorie, Artikel ist oft schon die Grenze.
  • Sinnvolle Kategorisierung: Gruppieren Sie Inhalte logisch, aber vermeiden Sie zu viele Unterkategorien.
  • Querlinks nutzen: Verlinken Sie verwandte Inhalte auch horizontal, nicht nur vertikal durch die Navigation.
  • Wichtige Seiten prominent platzieren: Seiten, die für Ihr Business kritisch sind, sollten von der Startseite und aus der Hauptnavigation erreichbar sein.

Die 3-Klick-Regel sollten Sie als Orientierungshilfe verstehen, nicht als starre Vorgabe. Bei sehr großen Websites mit tausenden Seiten ist sie kaum umsetzbar. In solchen Fällen helfen durchdachte Kategorieseiten, eine starke Suchfunktion und kontextuelle Verlinkungen, um alle Inhalte gut erreichbar zu machen. Entscheidend ist: Nutzer sollten sich jederzeit orientieren können und wissen, wo sie sich befinden.

💡 Praktischer Tipp

Erstellen Sie eine Sitemap Ihrer Website und zählen Sie die Klicks von der Startseite zu jeder wichtigen Seite. Wenn Sie Seiten mit 4 oder mehr Klicks finden, überlegen Sie, wie Sie diese besser verlinken können, etwa durch Teaser auf Kategorieseiten oder kontextuelle Links in verwandten Artikeln.
Flache Website-Hierarchie mit wenigen Klickebenen zur optimalen Navigation
Eine flache Hierarchie sorgt dafür, dass wichtige Seiten schnell erreichbar sind.

Link Juice verstehen und gezielt verteilen

Link Juice (auch PageRank oder Link-Autorität genannt) ist ein Konzept aus der Suchmaschinenoptimierung, das beschreibt, wie Autorität und Ranking-Power von einer Seite auf eine andere übertragen werden. Wenn Seite A auf Seite B verlinkt, fließt ein Teil der Autorität von A zu B. Diese Übertragung funktioniert sowohl bei externen als auch bei internen Links.

Die Menge an Link Juice, die eine Seite weitergeben kann, hängt von ihrer eigenen Autorität ab. Eine Seite mit vielen starken Backlinks hat mehr zu verteilen als eine neue Seite ohne eingehende Links. Außerdem wird der Link Juice aufgeteilt: Hat eine Seite zehn ausgehende Links, erhält jede Zielseite nur einen Bruchteil des gesamten Juice.

Strategien zur gezielten Verteilung von Link Juice:

  • Von stark zu schwach: Identifizieren Sie Ihre stärksten Seiten (viele Backlinks, gute Rankings) und verlinken Sie von dort auf Seiten, die Sie pushen möchten.
  • Wichtige Seiten häufiger verlinken: Seiten, die für Ihr Business kritisch sind (z.B. Leistungsseiten, Kontaktseite), sollten von vielen internen Seiten Links erhalten.
  • Linkanzahl begrenzen: Vermeiden Sie zu viele Links auf einer Seite. Je mehr Links, desto weniger Link Juice erhält jede einzelne Zielseite. Eine Empfehlung: Nicht mehr als 100-150 Links pro Seite.
  • Nofollow sparsam einsetzen: Das nofollow-Attribut verhindert die Weitergabe von Link Juice. Nutzen Sie es nur bei Links, die Sie nicht unterstützen möchten (z.B. zu nicht vertrauenswürdigen externen Seiten).

⚠️ Wichtiger Hinweis

Übertreiben Sie es nicht mit der Link-Juice-Optimierung. Google hat sein Verständnis von Links weiterentwickelt, und das früher praktizierte "PageRank-Sculpting" mit nofollow-Attributen funktioniert seit 2009 nicht mehr. Konzentrieren Sie sich auf eine natürliche, nutzerfreundliche Verlinkung. Wenn ein Link für Ihre Besucher sinnvoll ist, ist er auch für SEO wertvoll.

Ein praktisches Beispiel: Ihre Startseite hat die meisten Backlinks und damit die höchste Autorität. Wenn Sie von der Startseite direkt auf Ihre wichtigsten Leistungsseiten verlinken, fließt ein erheblicher Teil dieser Autorität dorthin. Diese Leistungsseiten können dann wiederum auf relevante Unterseiten verlinken und so die Autorität weitergeben. Mehr dazu, wie Sie Backlinks strategisch aufbauen, erfahren Sie in meinem separaten Ratgeber.

Typische Fehler bei der internen Verlinkungsstrategie

Auch wenn die Grundprinzipien der internen Verlinkung einfach erscheinen, gibt es zahlreiche Fallstricke. Diese Fehler können die Wirksamkeit Ihrer Verlinkungsstrategie erheblich mindern oder sogar kontraproduktiv sein. Hier sind die häufigsten Probleme, die ich bei Website-Audits regelmäßig entdecke:

  • Verwaiste Seiten (Orphan Pages): Seiten, die von keiner anderen Seite Ihrer Website verlinkt werden. Diese sind für Suchmaschinen schwer zu finden und werden oft nicht indexiert. Jede wichtige Seite braucht mindestens einen eingehenden internen Link.
  • Broken Links: Interne Links, die auf nicht existierende Seiten führen (404-Fehler). Das frustriert Nutzer und verschwendet Crawl-Budget. Prüfen Sie regelmäßig auf defekte Links.
  • Generische Ankertexte: "Hier klicken", "Mehr erfahren" oder "Weiterlesen" verschwenden SEO-Potenzial. Nutzen Sie beschreibende, keyword-relevante Ankertexte.
  • Überoptimierte Ankertexte: Das Gegenteil ist ebenfalls problematisch. Wenn Sie immer denselben exakten Ankertext verwenden, kann das als Manipulation gewertet werden.
  • Zu viele Links: Eine Seite mit Hunderten von Links verwässert den Link Juice und wirkt spammy. Beschränken Sie sich auf 100-150 sinnvolle Links pro Seite.
  • Keine kontextuellen Links: Links nur in Navigation und Footer zu platzieren, ist nicht genug. Kontextuelle Links im Fließtext sind für SEO besonders wertvoll.
  • Inkonsistente URL-Struktur: Wenn dieselbe Seite unter verschiedenen URLs erreichbar ist (mit/ohne www, mit/ohne Trailing Slash), sollten Sie sich für eine Variante entscheiden und 301-Weiterleitungen einrichten.

Checkliste: Interne Verlinkung prüfen

  • Gibt es verwaiste Seiten ohne eingehende Links?
  • Funktionieren alle internen Links (keine 404-Fehler)?
  • Sind die Ankertexte beschreibend und variiert?
  • Haben wichtige Seiten genügend interne Links?
  • Ist die Klicktiefe angemessen (maximal 3-4 Klicks)?
  • Gibt es kontextuelle Links im Content, nicht nur in der Navigation?
  • Werden URLs konsistent verwendet?

Tools zur Analyse Ihrer Linkstruktur

Um Ihre interne Verlinkung zu optimieren, benötigen Sie zunächst einen klaren Überblick über den aktuellen Zustand. Glücklicherweise gibt es mehrere Tools, die Ihnen dabei helfen, Probleme zu identifizieren und Verbesserungspotenziale aufzudecken. Hier sind meine Empfehlungen:

  • Google Search Console: Das kostenlose Tool von Google zeigt Ihnen unter "Links" alle internen Links zu Ihren Seiten. Sie sehen, welche Seiten die meisten internen Links haben und können verwaiste Seiten identifizieren. Außerdem werden Crawling-Fehler und 404-Seiten angezeigt.
  • Screaming Frog SEO Spider: Dieses Desktop-Tool crawlt Ihre Website und erstellt eine vollständige Übersicht aller Seiten und Links. Sie können Klicktiefe, Anzahl eingehender Links, Ankertexte und defekte Links analysieren. Die kostenlose Version erlaubt bis zu 500 URLs.
  • Ahrefs Site Audit: Für größere Websites bietet Ahrefs eine umfassende Analyse der internen Verlinkung, einschließlich Orphan Pages, Link-Verteilung und Optimierungsvorschläge. Kostenpflichtig, aber sehr detailliert.
  • Semrush Site Audit: Ähnlich wie Ahrefs bietet Semrush detaillierte Analysen der internen Linkstruktur und identifiziert Probleme automatisch. Ebenfalls kostenpflichtig.

📊 Google Search Console: Schritt-für-Schritt

So finden Sie Ihre internen Links in der Google Search Console:

  1. Melden Sie sich in der Google Search Console an
  2. Wählen Sie Ihre Property (Website) aus
  3. Klicken Sie im Menü links auf "Links"
  4. Scrollen Sie zu "Interne Links"
  5. Hier sehen Sie die Seiten mit den meisten internen Links
  6. Klicken Sie auf eine Seite, um die verlinkenden Seiten zu sehen

Seiten mit sehr wenigen internen Links sind Kandidaten für mehr Verlinkung.

Screaming Frog für detaillierte Analysen: Screaming Frog ist besonders nützlich, um einen Gesamtüberblick zu erhalten. Nach dem Crawl können Sie unter "Internal" alle internen Links sehen, unter "Response Codes" defekte Links identifizieren und unter "Inlinks" sehen, wie viele eingehende Links jede Seite hat. Die "Crawl Depth"-Spalte zeigt die Klicktiefe an.

Für kleine bis mittelgroße Websites (unter 500 Seiten) reicht die Kombination aus Google Search Console und der kostenlosen Screaming-Frog-Version völlig aus. Erst bei größeren Websites oder wenn Sie regelmäßige automatisierte Audits benötigen, lohnen sich kostenpflichtige Tools. Wenn Sie professionelle Unterstützung bei der Suchmaschinenoptimierung benötigen, helfe ich Ihnen gerne weiter.

Häufig gestellte Fragen

Alles zur internen Verlinkung

Es gibt keine feste Regel, aber als Orientierung: Eine durchschnittliche Seite sollte zwischen 5 und 20 kontextuelle interne Links haben, je nach Länge des Contents. Navigationslinks kommen hinzu. Insgesamt sollten Sie 100-150 Links pro Seite nicht überschreiten. Wichtiger als die Anzahl ist die Relevanz. Jeder Link sollte für den Leser sinnvoll sein und einen Mehrwert bieten.
Beide sind wichtig, aber auf unterschiedliche Weise. Backlinks von externen Websites signalisieren Autorität und Vertrauenswürdigkeit gegenüber Google. Interne Links helfen dabei, diese Autorität auf Ihrer Website zu verteilen und Suchmaschinen die Struktur zu zeigen. Der Vorteil interner Links: Sie haben die volle Kontrolle. Sie können sofort loslegen, während Backlinks Zeit und Aufwand erfordern. Eine gute SEO-Strategie nutzt beides.
In den allermeisten Fällen: Nein. Das nofollow-Attribut verhindert die Weitergabe von Link Juice und sollte bei internen Links fast nie verwendet werden. Früher wurde "PageRank Sculpting" mit nofollow praktiziert, aber Google hat das unterbunden. Heute verschwendet ein nofollow bei internen Links nur Potenzial. Eine Ausnahme könnten interne Links zu rechtlich erforderlichen, aber SEO-irrelevanten Seiten sein (z.B. Login-Bereiche), aber selbst das ist umstritten.
Ich empfehle eine vierteljährliche Überprüfung der internen Verlinkung. Dabei sollten Sie auf defekte Links prüfen, neue Inhalte in die Verlinkungsstruktur integrieren und die Performance wichtiger Seiten analysieren. Bei größeren Websites oder häufigen Content-Updates kann eine monatliche Prüfung sinnvoll sein. Automatisierte Tools wie Screaming Frog können diesen Prozess erheblich beschleunigen.
Ja, Links in Navigation, Header, Footer und Sidebar sind interne Links und werden von Suchmaschinen erkannt. Allerdings haben kontextuelle Links im Fließtext einen höheren SEO-Wert. Google versteht, dass Navigationslinks auf jeder Seite gleich sind, während ein Link im Content bewusst platziert wurde und mehr Relevanz signalisiert. Nutzen Sie daher beide: Navigation für die Grundstruktur, kontextuelle Links für thematische Verknüpfungen.
Ja, Überoptimierung ist möglich. Wenn jedes zweite Wort ein Link ist, leidet die Lesbarkeit und Google könnte das als manipulativ werten. Halten Sie sich an die Faustregel: Verlinken Sie nur, wenn es für den Leser einen echten Mehrwert bietet. Bei einem Artikel mit 1.000 Wörtern sind 5-10 interne Links in der Regel ausreichend. Qualität vor Quantität.
Verwaiste Seiten (Orphan Pages) lassen sich am einfachsten mit einem Crawling-Tool wie Screaming Frog finden. Vergleichen Sie die gecrawlten Seiten mit Ihrer Sitemap oder einer Liste aller veröffentlichten Seiten. Seiten, die in der Sitemap sind aber beim Crawl nicht gefunden wurden, haben keine eingehenden internen Links. In der Google Search Console können Sie unter "Links" die Seiten mit den wenigsten internen Links identifizieren.
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