Erst die Kosten je Auftrag, dann die Website-Rechnung
Bei MyHammer zahlen Handwerksbetriebe laut Hilfe-Center des Portals für bestätigte Kontakte, auch wenn kein Auftrag daraus wird. Erst Ihre eigene Rechnung zeigt, was Sie ein gewonnener Auftrag tatsächlich kostet.
Mit diesem Betrag rechnen Sie aus, ab wie vielen direkten Aufträgen eine eigene Website über fünf Jahre günstiger ist.
Die MyHammer-Kosten eines Handwerksbetriebs fallen laut Hilfe-Center je Kontakt an, nicht je Auftrag. MyHammer ist ein Vermittlungsportal für Handwerker, kurz Handwerkerportal: Auftraggeber stellen Aufträge ein, Betriebe melden sich darauf. Sobald ein Auftraggeber seine Kontaktdaten mit Ihnen teilt, berechnet das Portal eine Gebühr, auch wenn Sie den Auftrag nicht bekommen.
Rechnen Sie deshalb mit dem Betrag, den Sie ein gewonnener Auftrag kostet. Wenn Sie die Kosten einer eigenen Website über fünf Jahre durch diesen Betrag teilen, erhalten Sie die Zahl direkter Aufträge, ab der die Website günstiger ist. Damit diese Aufträge kommen, müssen Kunden Ihre Website finden und von dort anfragen.
Was kostet MyHammer Handwerker?
Handwerker registrieren sich kostenlos, so das Hilfe-Center von MyHammer (Stand der Seiten Oktober bis Dezember 2024, abgerufen Oktober 2026). Sie zahlen eine Kontaktgebühr für jeden „Bestätigten Kontakt“. Die Gebühr ist je Auftrag verschieden hoch, Sie sehen sie aber vor der Kontaktaufnahme als Festpreis. Das Portal stellt die Gebühren eines Monats in der Regel gesammelt in Rechnung.

Ein bestätigter Kontakt entsteht, wenn ein Auftraggeber auf Ihre Nachricht positiv antwortet und seine Kontaktdaten mit Ihnen teilt. Das Portal bestimmt aus den Angaben des Auftraggebers, wie hoch die MyHammer-Kosten je Kontakt ausfallen. Wahlweise bietet es Laufzeitverträge mit monatlicher Grundgebühr und rabattiertem Grundguthaben an.
Auftraggeber zahlen laut Hilfe-Center nichts. Der Betrieb erhält für die Kontaktgebühr die Rufnummer des Auftraggebers.
Was kostet Sie ein Auftrag, den Sie über das Portal bekommen?
Ein Auftrag, den Sie über MyHammer gewinnen, trägt auch die Gebühren der Kontakte, aus denen nichts geworden ist. Laut Hilfe-Center gibt Ihnen das Portal keine Garantie für den Auftrag und erstattet die Gebühr nur aus Kulanz und unter bestimmten Bedingungen. Ihre Kosten je Auftrag sind deshalb alle Portal-Kosten eines Zeitraums, geteilt durch die daraus gewonnenen Aufträge.
Das Hilfe-Center hält die Wahrscheinlichkeit für hoch, dass ein bestätigter Kontakt zu einem positiven Ergebnis führt, weil der Kunde Sie ausgewählt hat (Stand Dezember 2024). Nur Ihre eigene Auftragsliste zeigt allerdings, wie viele Kontakte bei Ihnen zu Aufträgen werden. Wenn zum Beispiel aus jedem dritten bestätigten Kontakt ein Auftrag wird, kostet Sie jeder Auftrag das Dreifache der durchschnittlichen Kontaktgebühr.
Wie rechnen andere Handwerkerportale ab?
Die Portale rechnen nach eigenen Angaben unterschiedlich ab: MyHammer je bestätigtem Kontakt, Blauarbeit mit grundsätzlich kostenfreier Nutzung und Mitgliedschaften zum festen Monatsbetrag, Holino mit einer Einmalgebühr je Suchauftrag oder einem Abonnement. Für Ihre Rechnung ändert das Modell nur, welche Kosten Sie zusammenzählen. Danach teilen Sie immer durch die gewonnenen Aufträge.
Blauarbeit nennt auf seiner Seite zu den Mitgliedschaften 99 € im Monat für das Jahrespaket und 149 € im Monat für das Monatspaket, ohne Angabe zur Umsatzsteuer (abgerufen Oktober 2026). Holino erhebt laut seinen Geschäftsbedingungen keine Provision auf vermittelte Aufträge und nennt die Beträge in einer eigenen Preisaufstellung (Stand Januar 2026). Für den Vergleich fehlt jetzt noch die Website.
Was kostet eine eigene Website über fünf Jahre?
Über fünf Jahre zahlen Sie für eine eigene Website die Erstellung und fünf Jahre Pflege, Hosting und Domain. Eine Handwerker-Website gibt es bei mir als Starter-Paket ab 1.499 € und als mehrseitige Professional-Website ab 2.999 €, jeweils zum Festpreis zzgl. MwSt. (Stand Oktober 2026). Dazu kommen Hosting und Domain mit den Beträgen Ihres Anbieters.
„Eine Website ist kein Einmalkauf wie ein Drucker. Sie läuft, will gepflegt werden und kostet jedes Jahr Geld, ob Sie das einplanen oder nicht. Deshalb rechne ich die Kosten über fünf Jahre.“
— Sascha Fix
Für die Pflege setze ich als Beispiel meine WordPress-Wartung an, die nur für WordPress-Websites gilt. Bei einem anderen System setzen Sie den Betrag ein, den Ihre Pflege kostet. Im Beispiel rechne ich mit den Wartungspaketen Basis und Plus. Plus ist für Websites gedacht, über die Anfragen kommen; mit Basis ergibt sich deshalb eine Untergrenze. Über 60 Monate ergibt das, Stand Oktober 2026:
| Bestandteil | Beispiel Starter mit Wartung Basis (zzgl. MwSt.) | Beispiel Professional mit Wartung Plus (zzgl. MwSt.) |
|---|---|---|
| Erstellung, Festpreis | ab 1.499 € | ab 2.999 € |
| WordPress-Wartung für 60 Monate | 60 × 39 € = 2.340 € | 60 × 69 € = 4.140 € |
| Summe über fünf Jahre, ohne Hosting und Domain | ab 3.839 € | ab 7.139 € |
Weitere laufende Posten wie Plugin-Lizenzen ordne ich im Beitrag zu den Kosten einer WordPress-Website ein.
Ab wie vielen direkten Aufträgen rechnet sich die eigene Website?
Die eigene Website ist über fünf Jahre günstiger als das Portal, sobald mehr Aufträge direkt zu Ihnen kommen, als die Fünf-Jahres-Kosten der Website geteilt durch Ihre Portal-Kosten je Auftrag ergeben. Diese Zahl ist eine Schwelle und keine Prognose; sie sagt, wie viele direkte Aufträge nötig wären, nicht, wie viele kommen.
Portal-Kosten je Auftrag ausrechnen
Zählen Sie die Portal-Rechnungen mehrerer Monate zusammen, bei einem Laufzeitvertrag samt Grundgebühr, und teilen Sie die Summe durch die daraus gewonnenen Aufträge. Mehrere Monate gleichen dabei Schwankungen der Gebühr aus.
Website-Kosten über fünf Jahre addieren
Rechnen Sie die Erstellung, 60 Monate Pflege sowie Hosting und Domain für fünf Jahre zusammen.
Website-Kosten durch die Portal-Kosten je Auftrag teilen
Das Ergebnis ist die Zahl der direkten Aufträge in fünf Jahren; wenn Sie es durch fünf teilen, erhalten Sie die Zahl je Jahr. Darunter wären dieselben Aufträge über das Portal günstiger. Darüber ist es die Website.
Ein Rechenbeispiel mit einer angenommenen Zahl, die nicht vom Portal stammt: Wenn ein gewonnener Auftrag Sie netto 100 € kostet, brauchen Sie im Beispiel Starter mit Wartung Basis (ab 3.839 € zzgl. MwSt.) mindestens 39 direkte Aufträge in fünf Jahren, knapp acht im Jahr. Mit Professional und Plus sind es mindestens 72. Wenn Sie Hosting und Domain dazurechnen, steigt die Schwelle.

Ob sich die Investition rechnet, entscheidet die Conversion: wie viele Besucher anrufen oder eine Anfrage schicken. Der Ratgeber zur Conversion-Rate zeigt, wie Sie aus denselben Besuchern mehr Anfragen machen. Zuerst muss eine Anfrage aber überhaupt bei Ihnen ankommen können.
Was muss Ihre Website können, damit Anfragen direkt bei Ihnen ankommen?
Ihre Website muss drei Dinge können, damit Anfragen direkt bei Ihnen ankommen: gefunden werden, eine Anfrage annehmen und gepflegt bleiben. Mit einem Google-Unternehmensprofil (Google Business Profile) sind Sie sichtbar. Das Profil gehört Ihnen aber nicht. Damit eine schriftliche Anfrage direkt bei Ihnen landet, braucht sie einen Weg, der Ihnen gehört, etwa das Kontaktformular auf Ihrer Website.
Wie Sie mit Local SEO, der lokalen Suchmaschinenoptimierung, in der Region gefunden werden, zeigt der Ratgeber Local SEO für Handwerker. Auf der Seite zum Online-Marketing für Handwerker steht, was ich dabei übernehme.
Wie oft fehlt schon eine der technischen Grundlagen, also die Weiterleitung auf die verschlüsselte Adresse, die Darstellung für Smartphones oder ein aktuelles System? Das habe ich im dritten Quartal 2026 bundesweit geprüft, passiv an den öffentlichen Startseiten von Betrieben, die in der Online-Karte OpenStreetMap mit einer Website eingetragen sind. Als Handwerksbetrieb zählt dabei, wen OpenStreetMap unter dem Branchenschlüssel „craft“ (Handwerk) führt.
| Merkmal der Startseite | Handwerk, 3. Quartal 2026 | alle Branchen | Messungen Handwerk |
|---|---|---|---|
| keine Weiterleitung auf die verschlüsselte Adresse (HTTPS) | 17,7 % | 14,3 % | 23.374 |
| kein Viewport-Tag, die Angabe für kleine Bildschirme | 13,2 %, eher eine Obergrenze | 9,2 % | 22.540 |
| WordPress mindestens zwei Versionsstufen (Schritte hinter dem Komma) zurück | 23,9 % der Seiten mit sichtbarer Version, eher eine Untergrenze | 19,0 % | 6.710 |
| mindestens eines der drei Merkmale, beim dritten jedes erkannte Redaktionssystem (CMS) | 27,8 %, ein grober Rahmen | 21,8 % | 22.540 |
Datengrundlage der Auswahl: © OpenStreetMap-Mitwirkende, verfügbar unter der Open Database License (ODbL).
Ich habe Messungen gezählt, nicht Betriebe, und nur Startseiten geprüft. Die Auswahl ist keine repräsentative Stichprobe. Beim Viewport-Tag hat meine Prüfung anfangs eine Schreibweise übersehen, beim Versionsstand fehlen Seiten ohne sichtbare Version. Eine fehlende Weiterleitung heißt nicht, dass die Seite gar nicht verschlüsselt erreichbar ist, und eine alte Versionsnummer allein ist keine Diagnose. Die Prüfung misst keine Anfragen.
Prüfen Sie deshalb drei Punkte, bevor Sie eine bestehende Website gegen die Portal-Gebühr rechnen: Weiterleitung auf HTTPS, Darstellung für Smartphones, aktuelles System.

Portal, eigene Website oder beides: Was passt zu Ihrem Betrieb?
Vier Fragen entscheiden, was zu Ihrem Betrieb passt: ob Sie Endkunden gewinnen wollen, wie voll Ihre Auftragsbücher sind, wie Kunden in Ihrem Gewerk suchen und was Ihre Rechnung ergibt. Portal und Website schließen sich nicht aus. Wenn Sie beides nutzen, fällt jeder direkte Auftrag aus der Portal-Rechnung heraus.
| Ihre Lage | Meine Einschätzung |
|---|---|
| Sie arbeiten als reiner Subunternehmer ohne Endkundengeschäft. | Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil kann zunächst genügen. |
| Sie wollen planbar Anfragen von Kunden aus der Region gewinnen. | Dafür brauchen Sie aus meiner Sicht eine eigene Website, die Ihnen gehört. |
| Ihre Auftragsbücher sind dauerhaft voll, Sie suchen keine Fachkräfte und wollen kein zweites Standbein aufbauen. | Dann sparen Sie sich das Budget für Suchmaschinenoptimierung. |
| Sie bieten als Elektro- oder SHK-Betrieb (Sanitär, Heizung, Klima) einen Notdienst an. | Lokale Sichtbarkeit plus Google Ads für den Notdienst: Wenn der Boiler ausfällt, zählt die Stunde. |
Wenn Ihre Rechnung mehr direkte Aufträge im Jahr verlangt, als Sie heute über das Portal gewinnen, wird die Website erst mit zusätzlichen Aufträgen günstiger.
Zwei Dinge erledigen Sie selbst: das Google-Unternehmensprofil pflegen und zufriedene Kunden um eine Google-Bewertung bitten. Wenn die Anfrage künftig über eine eigene Website kommen soll, sage ich Ihnen im kostenlosen Erstgespräch zur Website für Handwerker, was sinnvoll ist, und Sie kennen den Festpreis, bevor die Arbeit beginnt.
Häufige Fragen zu MyHammer-Kosten
Wie hoch ist die Kontaktgebühr bei MyHammer?
Einen festen Betrag nennt das Hilfe-Center von MyHammer nicht (abgerufen Oktober 2026). Die Kontaktgebühr ist variabel: Das Portal bestimmt sie aus den Angaben des Auftraggebers, unter anderem aus Fachgebiet, Fläche, Menge, Saison und Material. Vor der Kontaktaufnahme sehen Sie den Betrag als Festpreis, der sich nicht mehr ändert, wenn Sie Interesse bekundet haben. Ihre tatsächlichen Beträge stehen auf den Rechnungen des Portals.
Zahlen Handwerker bei MyHammer auch, wenn sie den Auftrag nicht bekommen?
Ja. Laut Hilfe-Center berechnet MyHammer die Kontaktgebühr, sobald ein Auftraggeber Ihnen seine Kontaktdaten gibt; ob Sie danach den Zuschlag bekommen, ist dafür nicht entscheidend. Eine Garantie für den Auftrag übernimmt das Portal nach eigener Angabe nicht, eine Erstattung ist grundsätzlich nicht vorgesehen, aus Kulanz unter bestimmten Bedingungen aber möglich (abgerufen Oktober 2026). Teilen Sie deshalb alle Kontaktgebühren eines Zeitraums durch die Aufträge, die Sie tatsächlich gewonnen haben: Das ist Ihr Preis je Auftrag über das Portal.
Lohnt sich MyHammer für Handwerker?
Das entscheiden Ihre eigenen Zahlen. Teilen Sie die Portal-Kosten mehrerer Monate durch die Aufträge, die daraus entstanden sind; das ist Ihr Preis je gewonnenem Auftrag. Stellen Sie ihn den Kosten einer eigenen Website über fünf Jahre gegenüber: Website-Kosten geteilt durch diesen Preis ergibt die Zahl direkter Aufträge, ab der die Website günstiger ist. Ob Ihre Website so viele Anfragen bringt, hängt an ihrer Conversion.
Welche Alternativen zu MyHammer gibt es für Handwerker?
Andere Portale rechnen anders ab. Bei Blauarbeit ist die Nutzung laut Geschäftsbedingungen grundsätzlich kostenfrei; das Portal bietet laut Preisseite Mitgliedschaften mit festem Monatsbetrag an, 99 € im Jahrespaket oder 149 € im Monatspaket (abgerufen Oktober 2026). Ob Umsatzsteuer enthalten ist, steht dort nicht. Holino nimmt laut seinen Geschäftsbedingungen keine Provision, sondern eine Einmalgebühr je Suchauftrag oder ein Abonnement (Stand Januar 2026). Ohne Portal macht Sie ein Google-Unternehmensprofil sichtbar; Anfragen nehmen Sie über Ihre eigene Website entgegen.
Was zahlt der Auftraggeber bei MyHammer?
Auftraggeber zahlen bei MyHammer nichts: Laut Hilfe-Center nutzen sie das Portal komplett kostenlos (abgerufen Oktober 2026). Antwortet ein Auftraggeber auf die Nachricht eines Handwerksbetriebs, entsteht ein bestätigter Kontakt: Das Portal übermittelt dem Betrieb nach eigener Angabe die Rufnummer des Auftraggebers und berechnet ihm dafür die Kontaktgebühr.
Sie zahlen für Portal-Kontakte und wollen wissen, was eine eigene Website dagegen kostet?
Schildern Sie mir Ihren Betrieb und Ihre Region. Im kostenlosen Erstgespräch sage ich Ihnen, was sinnvoll ist, und den Festpreis für Ihre Website kennen Sie, bevor die Arbeit beginnt.