Webdesign Guide

Was eine Website wirklich kostet - und warum die Spanne von 800 bis 25.000 Euro reicht

Ich bin Sascha Fix, seit über 25 Jahren in der Webentwicklung und hauptberuflich Cloud-Entwickler. Ich kalkuliere meine Webdesign-Angebote selbst und schreibe den Code selbst. Deshalb erkläre ich Ihnen hier nicht nur Zahlen, sondern was wirklich dahintersteckt: woraus sich der Preis zusammensetzt, bei welchem Budget sich welches Ziel lohnt und woran Sie ein faires Angebot erkennen. Die Preise gelten bundesweit - auch in Schleswig-Holstein und im Raum Hamburg, wo ich zu Hause bin, bewegen sie sich in diesem Rahmen.

Was kostet eine Website 2026? Die Zahlen vorweg

Kurz gesagt: Eine professionelle Website kostet in Deutschland 2026 je nach Umfang zwischen 1.500 und 25.000 Euro. Eine einfache Unternehmenswebsite mit 5 bis 8 Seiten liegt beim Freelancer typischerweise bei 1.500 bis 4.000 Euro, bei einer Agentur bei 5.000 bis 12.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten von 30 bis 300 Euro pro Monat.

Website-Typ Freelancer Agentur Typischer Umfang
Landing Page / One-Pager 800 - 2.000 EUR 1.500 - 4.000 EUR 1 Seite, Conversion-fokussiert
Einfache Unternehmenswebsite 1.500 - 4.000 EUR 5.000 - 12.000 EUR 5-8 Seiten, Responsive Design, Kontaktformular
Business-Website 3.000 - 8.000 EUR 6.000 - 15.000 EUR CMS, Blog, erweiterte SEO
Komplex / Shop / Individuell ab 8.000 - 15.000 EUR 30.000 - 80.000 EUR Shop, Portal, individuelle Programmierung

Stundensätze 2026 im Überblick

  • Freelancer: 60 - 120 EUR/Stunde (je nach Erfahrung und Spezialisierung)
  • Agenturen: 100 - 200 EUR/Stunde
Diese Marktspannen sind Orientierungswerte aus aktuellen Angeboten - kein verbindlicher Tarif. Warum der Stundensatz allein wenig über den Endpreis aussagt, lesen Sie gleich.

Warum Ihnen niemand seriös einen Festpreis nennt

Fragen Sie drei Anbieter, bekommen Sie drei völlig verschiedene Preise - und alle können recht haben. Der Grund: Ein Webdesign-Preis entsteht nicht aus der Seitenzahl, sondern aus den Arbeitstagen dahinter. Genau diese Innensicht fehlt den meisten Kostenartikeln, weil sie von Marketing-Textern stammen und nicht von jemandem, der die Stunden selbst leistet. Deshalb rechne ich es Ihnen offen vor.

Eine wirklich individuell gestaltete und von Hand programmierte 5-Seiten-Website - kein Baukasten, kein Standard-Template - sind bei mir realistisch 6 bis 8 Arbeitstage. Hier ist, wofür die draufgehen:

  • Konzept & Struktur: rund 1 Tag - Seitenarchitektur, Wireframe, Zielgruppe und Conversion-Pfade durchdenken, bevor eine einzige Zeile Code entsteht.
  • Design: rund 1,5 bis 2 Tage - individuelles Layout, Bildsprache, Typografie. Das ist der Teil, den ein Template ersetzt - und für den Sie bei einem Template eben Wiedererkennbarkeit eintauschen.
  • Frontend-Umsetzung: rund 2 Tage - sauberes, responsives Markup, das auf Smartphone, Tablet und Desktop gleich gut funktioniert.
  • Content-Integration: rund 0,5 bis 1 Tag - Texte und Bilder einpflegen, Bilder fürs Web optimieren.
  • Technik, Performance & Testing: rund 1,5 Tage - Ladezeit und Core Web Vitals optimieren, auf echten Geräten testen, Korrekturschleifen. Dieser Block wird fast immer unterschätzt - und ist der, der eine Website langfristig schnell und wartungsarm hält.

Ein großer Teil Ihrer Besucher kommt heute über das Smartphone - laut StatCounter Global Stats grob die Hälfte bis zwei Drittel aller Seitenaufrufe. Dass eine Seite auf jedem Gerät funktioniert und schnell lädt, ist deshalb kein Extra, sondern Pflichtteil - und ein realer Aufwandstreiber. Auch die technische SEO-Grundoptimierung nach Googles eigenem Leitfaden gehört dazu und kostet Zeit.

Der Mythos "Seitenzahl gleich Preis"

Eine einzelne Seite mit Buchungssystem, Kalenderlogik und Zahlungsanbindung ist deutlich teurer als zehn schlichte Textseiten. Wer nach "Preis pro Seite" fragt, misst das Falsche. Entscheidend ist, was die Seite können muss - nicht, wie viele es sind.

Warum ein niedriger Stundensatz nicht "günstig" bedeutet

Mein Stundensatz liegt bei 90 Euro. Das klingt erst einmal nach mehr als die 40 oder 50 Euro mancher Anbieter. Nur: Wenn ich für eine saubere Umsetzung 50 Stunden brauche und ein weniger routinierter Anbieter 120 Stunden, zahlen Sie am Ende bei mir weniger - und bekommen schnelleren, wartungsärmeren Code. Ein niedriger Stundensatz sagt nichts über den Endpreis aus, sondern nur über eine einzelne Stunde.

Webdesign Kosten 2026 - Aufwand und Arbeitstage hinter dem Preis einer Website
Ein Webdesign-Preis entsteht nicht aus der Seitenzahl, sondern aus den Arbeitstagen dahinter.

Was sollten genau SIE ausgeben? Budget-Realitätscheck nach Ziel

Als Faustregel: Eine Website, die nur informieren soll, rechtfertigt selten mehr als 3.000 Euro. Eine Website, die aktiv Kunden gewinnen soll, ist erst ab etwa 3.000 bis 5.000 Euro sinnvoll, weil hier SEO und Conversion-Optimierung dazugehören. Entscheiden Sie also nicht über die Seitenzahl, sondern über Ihr Ziel.

Sie brauchen erst einmal nur Sichtbarkeit

Typisch für lokale Handwerker oder Dienstleister: Sie wollen gefunden werden und einen seriösen Eindruck machen. Dafür reichen 1.500 bis 3.000 Euro für eine schlanke, schnelle Website mit klarem Kontaktweg. Mehr brauchen Sie an dieser Stelle nicht.

Ihre Website soll aktiv Anfragen generieren

Wenn die Website ein echter Vertriebskanal werden soll, planen Sie 3.000 bis 8.000 Euro ein - und denken Sie laufende SEO- und Online-Marketing-Betreuung mit. Warum sich ein höheres Budget hier rechnet, erkläre ich im Ratgeber zur Conversion-Optimierung. Wie viel reine Sichtbarkeit kostet, lesen Sie unter Local-SEO-Kosten.

Sie brauchen eine individuelle Lösung

Shop, Kundenportal oder Prozessautomatisierung sprengen den klassischen Webdesign-Rahmen. Hier beginnt individuelle Softwareentwicklung, und die Budgets starten realistisch bei 8.000 Euro aufwärts - dafür bekommen Sie etwas, das genau zu Ihren Abläufen passt.

Webdesign Budget nach Geschäftsziel planen statt nach Seitenzahl
Nicht "wie viele Seiten", sondern "welches Ziel" entscheidet über das richtige Budget.

Woran Sie ein faires Webdesign-Angebot erkennen

Wenn ich Angebote von Kollegen sehe, fällt mir auf, dass die entscheidenden Punkte oft fehlen. Diese fünf Fragen trennen ein seriöses Angebot von einer geschönten Zahl:

  • Ist Pflege und Wartung benannt? Ein Preis ohne ein Wort zu Updates und Backups ist unvollständig - die Kosten kommen später trotzdem.
  • Gehören Ihnen Code und Domain? Lassen Sie sich schriftlich geben, dass Sie volle Rechte am Ergebnis und Zugriff auf Ihre Domain haben. Sonst sind Sie an einen Anbieter gefesselt.
  • Ist SEO enthalten oder Aufpreis? Beides ist legitim - aber es muss klar dabeistehen.
  • Pauschale oder Stundenabrechnung? Eine Pauschale gibt Ihnen Planungssicherheit, eine Stundenabrechnung braucht eine ehrliche Aufwandsschätzung. Fragen Sie nach, was bei Mehraufwand passiert.
  • Sind die Leistungen konkret? "Professionelles Design" ist kein Posten. "Individuelles Layout, 5 Unterseiten, Kontaktformular, Basis-SEO" ist einer.

Vorsicht bei der 399-Euro-Website

Angebote wie "Website für 399 Euro" klingen verlockend, sind aber meist Baukasten-Lösungen mit eingeschränkten Anpassungen, ohne echte SEO und ohne Support. Die versteckten Kosten und der irgendwann nötige Relaunch machen sie langfristig teurer als eine saubere Lösung von Anfang an.

💡 Hinweis

Bei Fragen rund um Vertrag, Code-Eigentum oder Nutzungsrechte gilt: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt.

Freelancer, Agentur oder Baukasten? Kurz eingeordnet

Für die allermeisten kleinen und mittleren Unternehmen ist ein erfahrener Freelancer die wirtschaftlichste Wahl: persönlicher Ansprechpartner, kein Agentur-Overhead, faire Preise. Eine Agentur lohnt sich bei sehr großen Projekten mit mehreren Spezialisten parallel. Ein Baukasten kann für den allerersten Auftritt genügen - stößt aber bei SEO und individuellen Anforderungen schnell an Grenzen.

Option Passt, wenn ...
Baukasten Budget minimal, Anspruch gering, Sie alles selbst machen
Freelancer Sie Qualität und direkten Kontakt zum fairen Preis wollen
Agentur großes, komplexes Projekt mit vielen Beteiligten

Den vollständigen Vergleich mit allen Vor- und Nachteilen habe ich in einem eigenen Artikel aufbereitet: Webdesign Freelancer oder Agentur?

Webdesign Kosten - Freelancer als faire Alternative zur Agentur für KMU
Für die meisten KMU bietet ein erfahrener Freelancer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die laufenden Kosten, die fast alle vergessen

Kurz gesagt: Nach dem Launch fallen laufende Kosten von 30 bis 300 Euro pro Monat an - je nach Wartungsumfang. Wer das nicht einplant, erlebt nach einem Jahr eine böse Überraschung.

  • Hosting: 5 - 50 EUR/Monat
  • Domain: 10 - 20 EUR/Jahr
  • SSL-Zertifikat: meist im Hosting enthalten
  • Wartung, Updates & Backups: 30 - 150 EUR/Monat - der Posten, der Sicherheit und Funktion erhält

Ein Kostenfaktor, der seit dem 28.06.2025 dazugekommen ist: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) kann den Aufwand für barrierefreie Umsetzung erhöhen - ob und wie stark es Sie betrifft, klärt am besten eine fachkundige Beratung. Allgemeine Hinweise gibt die Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Wie sich laufende Kosten speziell bei WordPress summieren, lesen Sie unter WordPress Website Kosten 2026.

Mein ehrlicher Rat - und was eine Website bei mir kostet

Meine Pakete starten bei 1.499 Euro (Starter, bis 5 Seiten, Responsive Design, Basis-SEO) und 2.999 Euro (Professional, bis 15 Seiten, individuelles Design, erweiterte SEO). Das sind Einstiegspreise für einen klar umrissenen Rahmen. Je individueller Design und Technik werden, desto näher rückt der Preis an die weiter oben kalkulierten Aufwände - deshalb nenne ich "ab"-Preise und rechne jedes Projekt einzeln durch. Was am Ende fair ist, sehen wir gemeinsam im kostenlosen Erstgespräch. Alle Details finden Sie auf der Seite zu meinen Webdesign-Paketen.

Mein Rat nach 25 Jahren: Geben Sie nicht das aus, was am wenigsten weh tut, sondern das, was Ihr Ziel realistisch erreicht. Eine zu billige Website kostet Sie über den Relaunch am Ende mehr - eine überdimensionierte bindet Budget, das Sie besser in Sichtbarkeit stecken.

FAQ: Häufige Fragen zu Webdesign-Kosten 2026

Eine einfache Unternehmenswebsite mit 5 bis 8 Seiten kostet 2026 beim Freelancer 1.500 bis 4.000 Euro, bei einer Agentur 5.000 bis 12.000 Euro (jeweils zzgl. MwSt.). Der Preis hängt davon ab, wie individuell Design und Technik sind und ob SEO sowie ein CMS enthalten sind - nicht allein von der Seitenzahl.
Der Preis entsteht aus Arbeitstagen, nicht aus Seitenzahl. Eine individuell gestaltete und programmierte 5-Seiten-Website sind realistisch 6 bis 8 Arbeitstage - verteilt auf Konzept, Design, Umsetzung, Content und vor allem Technik, Performance und Testing. Je nach Anspruch, Funktionsumfang und Erfahrung des Anbieters ergeben sich daraus sehr verschiedene Preise.
Ein faires Angebot benennt Pflege und Wartung, klärt schriftlich, dass Code und Domain Ihnen gehören, sagt klar, ob SEO enthalten oder Aufpreis ist, und listet konkrete Leistungen statt Schlagworte. Fehlt einer dieser Punkte, fragen Sie nach - seriöse Anbieter beantworten das transparent.
Die laufenden Kosten liegen je nach Wartungsumfang bei 30 bis 300 Euro pro Monat. Darin enthalten sind Hosting (5 bis 50 Euro/Monat), Domain (10 bis 20 Euro/Jahr), meist ein im Hosting enthaltenes SSL-Zertifikat sowie Wartung, Updates und Backups (30 bis 150 Euro/Monat).
Die Preise unterscheiden sich regional kaum von den bundesweiten Spannen - eine einfache Unternehmenswebsite liegt auch in Schleswig-Holstein und im Raum Hamburg beim Freelancer bei 1.500 bis 4.000 Euro. Mehr zu regionalen Preisen lesen Sie unter "Website erstellen lassen in Schleswig-Holstein".
In der Regel nein. Solche Angebote sind meist Baukasten-Lösungen mit eingeschränkten Anpassungen, ohne echte SEO und ohne Support. Die versteckten Kosten und der spätere Relaunch machen sie langfristig teurer als eine professionelle Lösung von Anfang an.
Für einen seriösen ersten Auftritt, der gefunden wird und Vertrauen schafft, sind 1.500 bis 3.000 Euro ein realistischer Rahmen. Soll die Website aktiv Anfragen bringen, planen Sie 3.000 bis 5.000 Euro ein, weil dann SEO und Conversion-Optimierung dazugehören.
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Was würde Ihre Website kosten?

Statt einer Pauschalspanne bekommen Sie von mir eine ehrliche Einschätzung für genau Ihr Projekt - transparent und ohne Überraschungen. Als Freelancer rechne ich jedes Angebot selbst und erkläre Ihnen, wofür Sie zahlen.