Wenn Sie IONOS oder STRATO kündigen, ohne Daten und Domain zu verlieren
Wer zuerst im Kundenkonto auf Kündigen klickt, steht zum Vertragsende oft ohne Website, ohne E-Mail-Archiv und ohne eigene Domain da. Denn mit dem Vertrag schaltet der Anbieter Webspace, Datenbanken und Postfächer ab.
Wenn Sie die Reihenfolge umdrehen und Ihren Umzug in fünf klaren Stufen vorbereiten, wechseln Sie zu Ihrem neuen Hoster, ohne dass Besucher oder E-Mails ins Leere laufen.
Was passiert mit Website, Postfächern und Domain, wenn der Vertrag endet?
Wenn Sie Ihren Hosting-Vertrag bei IONOS kündigen, schaltet der Anbieter zum Vertragsende Webspace, Datenbanken und E-Mail-Postfächer ab. Ohne vorherigen Transfer gibt der Hoster auch Ihre Domain frei oder löscht sie. Ziehen Sie deshalb zuerst Website, Postfächer und Domain zum neuen Anbieter um, bevor Sie nach erfolgreichem Parallelbetrieb kündigen.

In einem Hosting-Paket hängen vier getrennte Bausteine an derselben Vertragsnummer: die Website-Dateien auf dem Webspace, die MySQL- oder MariaDB-Datenbank, die E-Mail-Postfächer auf dem Mailserver und die Domain. Wenn Sie den Gesamtvertrag ohne Vorbereitung kündigen, kappt der Anbieter am Stichtag alle vier Bereiche gleichzeitig.
Das hat sofort spürbare Folgen. Besucher sehen eine Fehlermeldung, und eingehende E-Mails an Ihre Geschäftsadresse prallen als unzustellbar ab. Bei IONOS kommt ein fünfter Punkt hinzu: Solange unter Ihrer Kundennummer kein weiterer aktiver Vertrag läuft, schließt IONOS mit dem Vertragsende auch den Zugang zum Kundenkonto samt Rechnungsarchiv.
Was müssen Sie vor der Kündigung sichern?
Bevor Sie kündigen, sichern Sie außerhalb des alten Webspaces vier Bausteine: Ihre Website-Dateien, die MySQL- oder MariaDB-Datenbank, alle E-Mail-Postfächer und sämtliche Einträge im Domain Name System (DNS). Prüfen Sie jede Sicherung vorab, damit sie sich im Ernstfall einspielen lässt, und laden Sie alle Rechnungen herunter, solange Ihr Kontozugang noch besteht.
Eine WordPress-Website besteht immer aus zwei Teilen, wie das WordPress-Handbuch zu Backups beschreibt. Zum ersten Teil gehören der Ordner wp-content, die Datei wp-config.php und die .htaccess: Laden Sie diese Dateien per FTP oder SFTP direkt auf Ihren Rechner herunter, damit alle Bilder, Themes und Plugins lokal gesichert sind.
Den zweiten Teil bildet die MySQL- oder MariaDB-Datenbank mit allen Seiten, Beiträgen, Bestellungen und Einstellungen. Exportieren Sie diese Datenbank im Kundenkonto über phpMyAdmin als SQL-Datei, bevor Sie den alten Vertrag beenden. Wenn sich beim Umzug Domain oder Pfade ändern, dürfen Sie die URLs in der SQL-Datei nicht per einfachem Suchen-und-Ersetzen umschreiben, weil WordPress viele Einstellungen als serialisierte PHP-Daten speichert.
Ein Backup im alten Webspace reicht nicht. Mit dem Vertragsende löscht der Anbieter diesen Speicherplatz vollständig, und Ihre Sicherung verschwindet zusammen mit dem Server. Legen Sie Dateien und Datenbank deshalb immer auf Ihrem eigenen Rechner ab, damit Sie das Paket jederzeit unabhängig vom alten Hoster wiederherstellen können, wie es die Anleitung zum WordPress-Backup zeigt.
Bei den E-Mails erstellen Sie zuerst eine Liste aller eingerichteten Postfächer, Alias-Adressen und Weiterleitungen, etwa für info@ihre-domain.de. Wenn Sie Ihre Nachrichten per IMAP (Internet Message Access Protocol) abrufen, liegen die E-Mails und Ordnerstrukturen auf dem Server von IONOS oder STRATO und verschwinden mit der Vertragsabschaltung. Beim älteren Post Office Protocol Version 3 (POP3) lädt das Mailprogramm Nachrichten zwar lokal herunter, bildet aber keine Server-Ordner ab.
Hier lauert eine typische Falle. Microsoft Outlook speichert im Cache-Modus standardmäßig nur die E-Mails der letzten zwölf Monate lokal auf der Festplatte. Stellen Sie den Synchronisierungsregler in den Kontoeinstellungen deshalb vor dem Export auf „Alle“, damit auch ältere Jahrgänge im Archiv landen – wie in der Microsoft-Anleitung zum PST-Export in Outlook beschrieben. Den genauen Ablauf für Outlook, Thunderbird und Apple Mail zeigt der Beitrag E-Mails beim Hosterwechsel sichern.
Dokumentieren Sie alle bestehenden DNS-Einträge Ihrer Domain, bevor Sie den Wechsel anstoßen. Notieren Sie IP-Adressen (A und AAAA), den Mail Exchange Record (MX-Record), Subdomains (CNAME) sowie die TXT-Einträge für Sender Policy Framework (SPF), DomainKeys Identified Mail (DKIM) und Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance (DMARC). Der Leitfaden SPF, DKIM und DMARC einrichten erklärt, welche Werte Ihr neuer Mailserver benötigt.
Wie nehmen Sie Ihre Domain zum neuen Anbieter mit?
Sie kündigen Ihre Domain beim alten Anbieter nicht zur Löschung, sondern ziehen sie per AuthInfo-Code zum neuen Hoster um. Als Domaininhaber beauftragen Sie dafür Ihren bisherigen Anbieter, die AuthInfo zu erstellen, ein Passwort aus acht bis sechzehn Zeichen, und geben sie innerhalb von 30 Tagen Ihrem neuen Provider.
Bei IONOS kommt ein Schritt dazu: Ist dort der Domain Guard zum Schutz Ihrer Domains aktiv, müssen Sie ihn laut IONOS-Hilfe vor der Kündigung abschalten.
Für .de-Domains regelt die Registrierungsstelle DENIC eG das Verfahren im DENIC-Leitfaden zum Providerwechsel mit AuthInfo. Der AuthInfo-Code bleibt gültig, solange seit der Erzeugung nicht mehr als 30 Tage vergangen sind. Sobald Ihr neuer Anbieter den Transfer mit dem übereinstimmenden Code bei der DENIC einreicht, wechselt die Domain ohne Unterbrechung in die neue Verwaltung.

Ausschließlich der eingetragene Domaininhaber darf den Auftrag zum Providerwechsel erteilen. Wenn eine frühere Agentur die Domain damals eingerichtet hat, prüfen Sie vorab ohne Login über die öffentlichen DNS-Einträge (Nameserver, MX-Record und IP-Adresse), wo Website und Postfächer technisch laufen. Über die öffentliche DENIC-Domainabfrage sehen Sie, ob Sie selbst als Inhaber bei der DENIC eingetragen sind; Privatpersonen rufen diesen Nachweis dort über einen zeitlich begrenzten E-Mail-Link ab. Der Beitrag Webdesigner nicht erreichbar beschreibt, was Sie tun können, falls Zugangsdaten fehlen.
Wurde eine .de-Domain durch eine unbedachte Kündigung bereits gelöscht, greift bei der DENIC zunächst die 30-tägige Redemption Grace Period (RGP). Innerhalb dieser Karenzzeit lassen Sie die Domain über den bisherigen oder einen neuen Provider erneut registrieren, bevor sie endgültig frei wird. Endet dagegen nur die Betreuung durch den Provider ohne Löschauftrag, wechselt die Domain in das DENIC-TRANSIT-Verfahren: Sie erhalten einen Brief mit Passwort und haben einen Monat Zeit, um per AuthInfo einen neuen Anbieter zu benennen.
In welcher Reihenfolge ziehen Sie um und kündigen?
Der sichere Wechsel läuft in fünf festen Stufen ab: Sie richten erst das neue Hosting samt Postfächern ein, testen alles vorab und ziehen die Domain um. Anschließend lassen Sie den alten Vertrag noch zwei bis vier Wochen parallel weiterlaufen, bevor Sie nach dieser Prüfphase die Kündigung aussprechen.
Neues Hosting einrichten und Sicherungen einspielen
Buchen Sie zuerst das Paket beim neuen Anbieter, spielen Sie Website-Dateien sowie Datenbank ein und legen Sie alle E-Mail-Postfächer samt Weiterleitungen an, damit jede bisherige Adresse bereitsteht.
Website und Postfächer vor der Umschaltung testen
Prüfen Sie die Website über eine Vorschau-Adresse oder Ihre lokale Hosts-Datei, bevor Sie die Domain umschalten. Kopieren Sie Ihre gesicherten E-Mails bereits per IMAP-Synchronisation in die neuen Postfächer.
AuthInfo-Transfer starten
Senken Sie vorab die Time to Live (TTL) Ihrer DNS-Einträge, damit sich die Umschaltung schneller herumspricht. Fordern Sie dann beim bisherigen Anbieter die AuthInfo an und reichen Sie sie beim neuen Hoster ein.
Zwei bis vier Wochen im Parallelbetrieb prüfen
Kontrollieren Sie nach der Domain-Umschaltung sowohl die neuen als auch die alten Postfächer, weil einzelne Mailserver noch alte DNS-Daten nutzen. Prüfen Sie auch, ob SPF, DKIM und DMARC fehlerfrei greifen.
Alten Vertrag kündigen und Belege archivieren
Sobald zwei bis vier Wochen lang keine Nachzügler-Mails mehr auf dem alten Server eingegangen sind, laden Sie die letzten Rechnungen herunter, kündigen den Vertrag und speichern die Bestätigung ab.
„Nach einem Umzug sollte der alte Vertrag noch zwei bis vier Wochen weiterlaufen. Wird der alte Server zu früh gekündigt, gehen E-Mails verloren, und die Backups dort sind nicht mehr verfügbar.“
— Sascha Fix
Wenige Tage Puffer reichen nicht. In vielen Kurzanleitungen heißt es zwar, ein kurzer Übergang genüge, und die DENIC nennt für den reinen Providerwechsel mindestens eine Woche Vorlauf. Im Geschäftsalltag ist diese Spanne aber zu knapp, weil externe Mailserver alte MX-Einträge teils länger im Zwischenspeicher halten oder ein vergessener SPF-Eintrag erst beim nächsten Rechnungsversand auffällt. Der Artikel zur DNS-Propagation beim Website-Umzug erläutert, warum DNS-Änderungen weltweit unterschiedlich schnell ankommen.
Der 5-Stufen-Plan für den Hosterwechsel ohne Datenverlust
| Phase | Was Sie konkret tun | Risiko bei falscher Reihenfolge | Prüfkriterium für den nächsten Schritt |
|---|---|---|---|
| 1. Vorbereitung & Backup | Dateien per SFTP, Datenbank per phpMyAdmin, Postfächer lokal und Rechnungen als PDF sichern | Daten und Rechnungen sind nach Vertragsende im alten Konto gelöscht | Alle Archive liegen lokal vor und lassen sich öffnen |
| 2. Aufbau am Zielserver | Website und Datenbank beim neuen Hoster einspielen, Postfächer anlegen, PHP-Version prüfen | Veraltete Plugins oder fehlende Postfächer legen den Betrieb bei der Umschaltung lahm | Website lädt über Vorschau-URL fehlerfrei, Login in neue Postfächer klappt |
| 3. Domain-Transfer | AuthInfo beim bisherigen Anbieter anfordern und beim neuen Anbieter einreichen | Ohne Umzug endet die Domain mit dem Vertrag; nach einer Löschung bleiben nur die 30 Tage der Redemption Grace Period | Domain wird im neuen Kundenkonto als aktiv geführt, SSL-Zertifikat greift |
| 4. Parallelbetrieb | Alten Vertrag zwei bis vier Wochen weiterlaufen lassen, altes und neues Postfach prüfen | Nachzügler-Mails gehen verloren, kein Rückfall-System bei Konfigurationsfehlern | Keine E-Mails mehr im alten Postfach, Formulare und Zustellung stabil |
| 5. Kündigung & Abschluss | Letzte Rechnungen speichern, alten Vertrag kündigen, Bestätigung archivieren | Unnötige Vertragsverlängerung oder Verlust der Buchhaltungsbelege | Kündigungsbestätigung mit Datum liegt als PDF oder E-Mail vor |
Wenn Sie den Wechsel nutzen, um teure Zusatzgebühren für veraltete PHP-Versionen hinter sich zu lassen, lesen Sie ergänzend den Beitrag zum PHP Extended Support bei Hostern. Alle technischen Details zur Vorbereitung finden Sie im kompletten Ratgeber zum Website-Umzug und Hosterwechsel.
Welche Kündigungsfristen und Wege gelten bei IONOS?
Bei IONOS kündigen Sie gesamte Verträge oder einzelne Zusatzartikel nach dem Umzug direkt im Kundenkonto unter Verträge & Abos und erhalten das Kündigungsdatum per E-Mail. Mehrere Verträge beenden Sie bei Bedarf gesammelt per E-Mail; eine verfrühte Kündigung können Sie im Konto wieder stornieren.
Die Kündigung selbst dauert nur kurz. Wie die IONOS-Hilfeseite zur Vertragskündigung dokumentiert, stoßen Sie den Vorgang im Kundenkonto in sechs Schritten an, sobald Ihr neues Hosting stabil läuft:
- Öffnen Sie oben links das Menü und wählen Sie Mein Konto.
- Klicken Sie auf Verträge & Abos, damit Sie in der Spalte Leistung den gewünschten Vertrag auswählen können.
- Wechseln Sie anschließend in den Reiter Details und klicken Sie im Abschnitt Vertrag kündigen auf Kündigen.
- Sind Zusatzartikel vorhanden, wählen Sie auf der Kachel Kompletten Vertrag kündigen die Schaltfläche Auswählen.
- Folgen Sie den angezeigten Schritten und bestätigen Sie mit Jetzt Vertrag kündigen.
- Speichern Sie die Bestätigungs-E-Mail ab, weil darin Ihr verbindliches Kündigungsdatum steht.
Wenn Sie dagegen den Hauptvertrag behalten und lediglich eine einzelne Domain oder ein Postfach-Add-on abbestellen möchten, wählen Sie unter Verträge & Abos den Zusatzartikel aus. Dort klicken Sie in der Zeile Verlängert sich am auf Zusatzartikel kündigen, bestätigen den Weiterbestand des Hauptvertrags und schließen mit Jetzt Zusatzartikel kündigen ab.
Bei mehreren Verträgen unter einer Kundennummer akzeptiert IONOS eine gesammelte Kündigung per formloser E-Mail an die im IONOS-Hilfe-Center genannte Kündigungsadresse. Geben Sie darin Ihre Kundennummer, alle Vertragsnummern, die Bezeichnung der Zusatzartikel und die Domain-Namen an, damit der Support jeden Baustein zuordnen kann. Haben Sie versehentlich zu früh gekündigt, stornieren Sie den Vorgang unter Verträge & Abos über Kündigung stornieren (laut IONOS kann das bis zu 30 Minuten nach der Kündigung dauern), solange der Abschalttermin noch nicht erreicht ist.
Was ist bei STRATO anders?
Bei STRATO verwalten Sie Kündigungen, Vertragsübergaben und Domains im STRATO-Kunden-Login und halten für den Support Kundennummer sowie Service-PIN bereit. Hat eine Kündigung bereits gegriffen, reaktiviert STRATO gekündigte Hosting-Pakete und Domains gegen Gebühr bis zu 30 Tage nach dem Kündigungsdatum, gekündigte Server bis zu sieben Tage lang.
Halten Sie vorab Ihre Zugangsdaten bereit. Im STRATO-Kunden-Login steht Ihre Service-PIN oben rechts neben Ihrer Kundennummer, sobald Sie auf das Pfeil-Symbol klicken. Diese PIN benötigen Sie für jede Rückfrage beim Support, besonders zur Datenrettung nach einer bereits wirksamen Kündigung.
Nach dem Kündigungsstichtag läuft bei STRATO eine kurze Rettungsfrist, bevor der Anbieter die Daten endgültig löscht. Für solche abgelaufenen Kündigungen nennt die STRATO-Hilfe zur Reaktivierung gekündigter Verträge und Domains feste Fristen und Gebühren inklusive Mehrwertsteuer (Stand Oktober 2026):
- Hosting-Vertrag inklusive Daten — STRATO stellt das Paket bis zu 30 Tage nach dem Kündigungsdatum für 30 Euro Servicegebühr pro Auftrag wieder her; der Vertrag startet anschließend wieder mit seiner regulären Laufzeit.
- Server — den Server reaktiviert der Support bis zu sieben Tage nach dem Kündigungsdatum.
- Einzelne Domain — Sie holen die Adresse bis zu 30 Tage nach dem Kündigungsdatum zurück; STRATO berechnet vor Eintritt der RedemptionPeriod 20 Euro und innerhalb der RedemptionPeriod 90 Euro pro Domain.
Für jede Reaktivierung verlangt STRATO vorab eine schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme an den Support. Hat STRATO den Vertrag selbst gekündigt, ist keine Wiederherstellung mehr möglich. Soll ein Paket dagegen nicht beendet, sondern an einen Nachfolger übergeben werden, nutzen Sie im Kunden-Login unter Mein Konto > Verträge > Vertragsübergabe das Abtretungsformular laut STRATO-Hilfe für einmalig 30 Euro pro Auftrag (Stand Oktober 2026). Diese Vertragsübergabe überträgt immer die gesamte Kundennummer; den eingetragenen Domaininhaber passen Sie anschließend separat im Kunden-Login an.
Wann schaffen Sie den Umzug selbst, und wann geben Sie ihn ab?
Eine kleine Website ohne geschäftskritische Postfächer ziehen Sie mit zwei bis acht Stunden Zeitbudget und der 5-Stufen-Reihenfolge selbst um. Sobald aber aktive Firmen-Postfächer, ein Online-Shop, mehrere Domains oder eigene SPF- und DKIM-Einträge dazukommen, schützt ein begleiteter Umzug zum Festpreis vor E-Mail-Ausfällen und Datenverlust.
Ihr technischer Alltag gibt den Ausschlag. Wenn Sie sich mit SFTP, phpMyAdmin und DNS-Zonen wohlfühlen, erledigen Sie den Wechsel an einem ruhigen Nachmittag selbst. Viele Hosting-Anbieter werben mit einem eigenen Umzugsservice. Prüfen Sie vorab, ob ein solcher Dienst Ihre E-Mail-Postfächer samt Inhalt und den Domain-Transfer per AuthInfo einschließt oder sich auf die reinen Website-Dateien beschränkt. Fragen Sie auch nach, ob der Anbieter die Seite vor der Umschaltung testet und SPF sowie DKIM einrichtet.

Der Ablauf bleibt transparent. Wenn Sie im Tagesgeschäft keine Zeit für PST-Exporte, serialisierte Datenbanken und DNS-Tests haben, übernehme ich den gesamten Umzug zum Festpreis, damit der Wechsel für Ihre Besucher möglichst ohne Unterbrechung abläuft. Auf meiner Leistungsseite zum Website-Umzug sind der Umfang und die Festpreise für den Umzug (jeweils netto zzgl. 19 % USt., Stand Oktober 2026) klar aufgeschlüsselt:
- Website (390 € netto zzgl. 19 % USt.) — ich übernehme Dateien, Datenbank, SSL-Zertifikat sowie DNS-Einträge und begleite Sie nach dem Vorab-Test noch sieben Tage lang, damit nach der Umschaltung alles rundläuft.
- Website und E-Mail (690 € netto zzgl. 19 % USt.) — zusätzlich ziehen Ihre Domain per AuthInfo und bis zu zehn E-Mail-Postfächer samt Inhalt um; ich richte SPF sowie DKIM ein und betreue Sie 14 Tage lang nach.
- Shop und mehrere Domains (ab 1.190 € netto zzgl. 19 % USt.) — für WooCommerce-Shops samt Testbestellung, mehrere Domains und mehr als zehn Postfächer schalte ich außerhalb Ihrer Geschäftszeiten um, damit kein Kunde vor einer Baustelle steht.
Dieses Vorgehen schützt vor Ausfallzeiten: Sie kündigen Ihren alten Vertrag bei IONOS oder STRATO erst, wenn Ihre Website am neuen Server läuft und Ihre E-Mails dort zuverlässig ankommen.
Häufige Fragen zur Kündigung bei IONOS und STRATO
Was passiert mit meiner Domain, wenn ich meinen IONOS-Vertrag kündige?
Wenn Sie den gesamten Vertrag ohne vorherigen Domain-Umzug kündigen, gibt IONOS die Domain zum Vertragsende frei oder löscht sie. Bei .de-Domains startet nach einer Löschung bei der DENIC die 30-tägige Redemption Grace Period, oder die Domain landet im TRANSIT-Verfahren. Ziehen Sie Ihre Domain deshalb immer vorab per AuthInfo-Code zum neuen Anbieter um.
Bleiben meine E-Mails erhalten, wenn ich bei IONOS oder STRATO kündige?
Nein. Mit dem Ende des Hosting-Vertrags löscht der Anbieter sämtliche auf dem Server gespeicherten IMAP-Postfächer, Ordner und Weiterleitungen unwiderruflich. In Microsoft Outlook reicht ein Standard-Export nicht aus, weil die Cache-Einstellung standardmäßig nur die letzten zwölf Monate lokal vorhält. Stellen Sie den Regler vor dem PST-Export auf Alle und sichern Sie jedes Postfach lokal.
Kann ich eine bereits ausgesprochene Kündigung bei IONOS wieder zurücknehmen?
Ja, solange die Kündigung noch nicht ausgeführt wurde und der Abschalttermin noch bevorsteht. Nach der Kündigung kann es bis zu 30 Minuten dauern, bis Sie den Vorgang im IONOS-Kundenkonto unter Mein Konto, Verträge & Abos über die Schaltfläche Kündigung stornieren selbst aufheben können und Ihr Vertrag samt Webspace, Postfächern und Domain weiterläuft.
Wie lange ist der AuthInfo-Code für eine .de-Domain gültig?
Der AuthInfo-Code umfasst laut DENIC acht bis sechzehn Zeichen und bleibt ab der Erzeugung beim bisherigen Anbieter 30 Tage lang gültig. Innerhalb dieser Frist reichen Sie den Code beim neuen Hoster ein. Sobald der neue Anbieter den Transfer mit dem passenden Code startet, zieht die .de-Domain ohne Wartezeit in die neue Verwaltung um.
Kann ich bei STRATO einen bereits gekündigten Vertrag noch reaktivieren?
Ja, innerhalb fester Fristen nach dem Kündigungsdatum. Einen gekündigten Hosting-Vertrag samt Webspace-Daten stellt STRATO bis zu 30 Tage nach dem Kündigungsdatum laut STRATO-Hilfe gegen 30 Euro Servicegebühr wieder her, einen Server bis zu sieben Tage lang (Stand Oktober 2026). Gekündigte Domains lassen sich bis zu 30 Tage lang für 20 Euro oder während der RedemptionPeriod für 90 Euro reaktivieren (Beträge laut STRATO-Hilfe).
Wie lange sollte der alte Hosting-Vertrag nach dem Umzug noch weiterlaufen?
Planen Sie nach der Domain- und DNS-Umschaltung zwei bis vier Wochen Parallelbetrieb ein. In den ersten Tagen nutzen einzelne Mailserver noch zwischengespeicherte DNS-Einträge und liefern Nachrichten im alten Postfach ab. Außerdem bleibt der alte Server in dieser Zeit Ihr direktes Rückfall-System, falls beim neuen Anbieter ein Plugin oder ein Zertifikat nachjustiert werden muss.
Sie möchten IONOS oder STRATO kündigen, ohne Website und E-Mails zu riskieren?
Ich übernehme den Umzug Ihrer Website, Ihrer Domain und Ihrer Postfächer zum Festpreis und teste alles am neuen Server, bevor Sie den alten Vertrag kündigen. Die Bestandsaufnahme vorab ist kostenlos.