Neue Domain für WordPress, ohne dass Rankings und E-Mails abreißen
Wer in WordPress nur die zwei Adressfelder unter Einstellungen überschreibt, sperrt sich schnell aus dem eigenen Backend aus oder verliert über Jahre aufgebaute Google-Platzierungen. Denn hinter einem Domainwechsel stecken drei getrennte Baustellen: serialisierte Pfade in der Datenbank, eine lückenlose 301-Weiterleitung und die Meldung in der Google Search Console.
Mit dieser Anleitung gehen Sie alle fünf Phasen in der richtigen Reihenfolge durch – inklusive Rettungsweg bei Aussperrung, kopierfertigen Serverregeln und dem sicheren Übergang Ihrer E-Mail-Postfächer.
Was ändert sich alles, wenn Ihre WordPress-Website eine neue Domain bekommt?
Wenn Sie Ihre WordPress-Domain ändern, greifen Sie auf drei technisch getrennten Ebenen in Ihren Webauftritt ein. Sie ersetzen die alte Adresse in der Datenbank, leiten jede Unterseite per 301-Weiterleitung um und melden den Wechsel in der Google Search Console. Erst dieses Zusammenspiel schützt Ihre Google-Platzierungen und verhindert kaputte Links.

Trennen Sie den Domainwechsel klar vom reinen Serverwechsel: Wenn Sie Ihre Website lediglich zu einem neuen Anbieter umziehen, aber Ihren bisherigen Domainnamen behalten, bleibt jede URL für Besucher und Suchmaschinen gleich. Den genauen Ablauf dafür zeigt Ihnen der Ratgeber Website umziehen und Hoster wechseln.
Ändert sich dagegen der Domainname selbst – etwa von example.de auf ihre-domain.de –, bekommt jede Unterseite und jedes Bild eine neue Adresse. Google muss beim Domainwechsel jede alte URL der neuen zuordnen, weshalb die Umstellung im Index bei mittelgroßen Websites einige Wochen oder länger dauert. Bleiben die Adressen beim reinen System- oder Serverwechsel gleich, ruft Google die Seiten jedoch rasch neu ab: Bei meiner eigenen Website geschah das im Herbst 2026 innerhalb von zwei bis fünf Tagen.
Solange Sie Ihren bisherigen Hosting-Vertrag behalten, arbeiten Sie nur an Datenbank, Weiterleitung und Postfächern. Und wenn Sie gleichzeitig den Hoster wechseln? Dann brauchen Sie bei .de-Domains zusätzlich das AuthInfo-Verfahren der DENIC zum Providerwechsel, dessen Transfer-Code genau 30 Tage gültig ist. Damit dabei kein Schritt untergeht, gehen Sie in fünf Phasen vor:
- Vorbereitung: Domaininhaberschaft prüfen, Backup außerhalb des Webspaces sichern, SSL-Zertifikat aktivieren und DNS-Vorlaufzeit senken.
- Datenbank: Adressen und interne Verweise in der MySQL-Datenbank serialisierungssicher umschreiben, damit Einstellungen erhalten bleiben.
- Weiterleitung: Jede alte URL per HTTP-Statuscode 301 direkt auf das Gegenstück der neuen Domain lenken.
- Search Console: Neue Sitemap einreichen, Indexierungssperren ausschließen und danach das Tool zur Adressänderung starten.
- E-Mail-Verkehr: Alte Postfächer weiterleiten, Formulare anpassen und außerdem SPF, DKIM sowie DMARC einrichten.
Was müssen Sie vor dem Domainwechsel sichern und vorbereiten?
Vor dem Domainwechsel sichern Sie alle Dateien und die Datenbank in einem vollständigen Backup außerhalb Ihres Webspaces. Gleichzeitig klären Sie die Domaininhaberschaft, richten die neue Adresse inklusive SSL-Zertifikat im Hosting ein und senken die DNS-Zwischenspeicherzeit vorab ab. So vermeiden Sie Zertifikatswarnungen und können im Notfall jederzeit zum Ausgangszustand zurückkehren.
Prüfen Sie zuerst im Kundenmenü Ihres Hosters, wer als Domaininhaber eingetragen ist und ob Ihnen alle Zugänge für Hosting, Datenbank und DNS vorliegen. Denn Website, Quellcode und Domain gehören in die Hand des Betreibers. Hat früher eine Agentur die Domain registriert und reagiert heute nicht mehr, klären Sie zuerst die Inhaberschaft, bevor Sie technisch eingreifen. Wie Sie dabei vorgehen, zeigt der Beitrag Webdesigner nicht erreichbar.
Legen Sie danach eine Komplettsicherung Ihrer WordPress-Installation an. Dazu gehören das Verzeichnis /wp-content/ mit Uploads, Plugins und Theme, die wp-config.php sowie der Datenbank-Export über phpMyAdmin, wie im Beitrag WordPress-Backup erstellen erklärt.
„Spielen Sie kein Update ohne frisches Backup ein – und probieren Sie aus, ob es sich zurückspielen lässt.“
— Sascha Fix
Wenn Sie gleich die Datenbank umschreiben, schützt Sie genau dieser Test: Speichern Sie die Sicherung deshalb auf Ihrem eigenen Rechner und probieren Sie in einer Staging-Umgebung aus, ob sich das Archiv wiederherstellen lässt. Wenn Sie gleichzeitig das Hosting wechseln, kündigen Sie das alte Paket noch nicht, sondern lassen es zwei bis vier Wochen parallel weiterlaufen, damit keine E-Mails oder Backups verloren gehen.
Anschließend weisen Sie der neuen Domain im Hosting-Panel dasselbe WordPress-Verzeichnis zu und aktivieren sofort ein SSL-Zertifikat über Let's Encrypt, bevor Sie in WordPress die Adresse ändern. Sonst blockieren Browser den Aufruf der neuen HTTPS-Adresse mit einer Sicherheitswarnung. Prüfen Sie dabei im DNS neben dem A-Eintrag für IPv4 auch den AAAA-Eintrag für IPv6: Zeigt ein alter AAAA-Eintrag noch auf einen früheren Server, scheitert Let's Encrypt, weil die Prüfstelle IPv6 bevorzugt. Wie Sie den fehlerhaften Eintrag bereinigen, zeigt die Anleitung Let's Encrypt automatisch verlängern.
Falls Sie die DNS-Einträge der neuen Domain erst noch umstellen müssen, senken Sie 24 bis 48 Stunden vorher die Zwischenspeicherzeit – die TTL (Time to Live) – auf 300 Sekunden ab. Dieser Wert gibt in Sekunden vor, wie lange DNS-Resolver eine IP-Adresse im Speicher behalten. Nach dem Absenken greift die spätere Umschaltung dadurch binnen Minuten, wie der Beitrag DNS-Propagation beim Website-Umzug im Detail zeigt.
Wie stellen Sie die Adresse in WordPress und der Datenbank um?
In WordPress ändern Sie die Domain nicht nur in den allgemeinen Einstellungen, sondern in allen Tabellen der MySQL-Datenbank. WordPress und viele Erweiterungen speichern Pfade dort als serialisierte Daten mit fester Zeichenlänge. Deshalb ersetzen Sie die alte URL mit Better Search Replace oder WP-CLI statt per einfachem SQL-Befehl.
WordPress speichert seine Grundadresse in zwei Feldern der Tabelle wp_options: siteurl (WordPress-Adresse) bestimmt den Pfad zu den Kerndateien und /wp-admin/, während home (Website-Adresse) die öffentliche Adresse für Besucher angibt. Beide Werte tragen Sie, wie die offizielle WordPress-Dokumentation zum Website-Umzug vorgibt, mit https:// und ohne Schrägstrich am Ende ein. Schreiben Sie dafür nur WP_SITEURL und WP_HOME in die wp-config.php, weist die Dokumentation auf eine wichtige Grenze hin: Die Datenbankwerte selbst ändern sich dadurch nicht. Außerdem zeigen interne Links und Bildpfade unter /wp-content/uploads/ in den übrigen Tabellen weiterhin auf die alte Domain.
Wer diese Pfade in phpMyAdmin mit einem einfachen SQL-Befehl und REPLACE umschreibt, beschädigt leicht seine Website. Denn WordPress, Themes und Page-Builder speichern komplexe Einstellungen über die PHP-Funktion serialize() im Format s:size:value; und zählen dabei die genaue Byte-Länge mit:
Vorher (26 Bytes): s:26:"https://example.de/kontakt";
Nachher (30 Bytes): s:30:"https://ihre-domain.de/kontakt";
Wenn ein blinder SQL-Befehl nur example.de gegen ihre-domain.de tauscht, bleibt vorne die alte Länge s:26: stehen, obwohl die neue Zeichenkette 30 Bytes lang ist. Dadurch bricht unserialize() beim nächsten Laden ab, sodass Widgets und Theme-Optionen verschwinden. Dazu kommt eine zweite Vorgabe aus dem WordPress-Handbuch: In der Tabelle wp_posts darf Ihr Werkzeug die Spalte guid auf bestehenden Websites niemals antasten, weil RSS-Reader diese Adresse als dauerhafte Beitragskennung nutzen.

Nutzen Sie deshalb ein Werkzeug, das serialisierte Daten entpackt, die Byte-Länge neu berechnet und die Spalte guid auslässt. Arbeiten Sie im Browser ohne SSH-Zugang, übernimmt das die kostenlose Erweiterung Better Search Replace; auf der Kommandozeile erledigen Sie denselben Schritt mit WP-CLI. Better Search Replace steht in Version 1.4.11 bereit, läuft auf über einer Million aktiven Installationen und arbeitet ab WordPress 6.2 sowie PHP 8.1.
Vollständiges Backup anlegen und neue Domain im Hosting verbinden
Sichern Sie Dateien und Datenbank außerhalb des Webspaces, schalten Sie die neue Domain samt SSL-Zertifikat auf das WordPress-Verzeichnis und aktivieren Sie noch unter der alten Domain das Plugin Better Search Replace.
WordPress-Adresse und Website-Adresse auf die neue Domain umstellen
Tragen Sie unter Einstellungen → Allgemein bei WordPress-Adresse (URL) und Website-Adresse (URL) Ihre neue Adresse
https://ihre-domain.deohne Schrägstrich am Ende ein, speichern Sie und melden Sie sich unter der neuen Domain wieder an.Alte Domain in der Datenbank serialisierungssicher ersetzen
Starten Sie unter Werkzeuge → Better Search Replace zuerst einen Testlauf von
https://example.deaufhttps://ihre-domain.deüber alle Tabellen (Haken bei GUIDs ersetzen bleibt aus) und führen Sie danach die scharfe Ersetzung durch.Permalinks neu speichern und Caches leeren
Klicken Sie unter Einstellungen → Permalinks ohne Änderung auf Speichern, damit WordPress die Rewrite-Regeln aktualisiert, und leeren Sie danach alle Plugin- und Server-Caches.
Dauerhafte 301-Weiterleitung und Google Search Console einrichten
Richten Sie die 1:1-Weiterleitung per Statuscode 301 auf dem alten Server ein und melden Sie den Umzug anschließend in der Google Search Console.
Falls Sie in Schritt 3 lieber per SSH mit WP-CLI arbeiten, führen Sie zuerst den Testlauf (--dry-run) und danach die Ersetzung ohne guid-Spalte aus:
wp search-replace 'https://example.de' 'https://ihre-domain.de' --skip-columns=guid --dry-run
wp search-replace 'https://example.de' 'https://ihre-domain.de' --skip-columns=guid
Durchsuchen Sie anschließend noch die wp-config.php und Ihre Theme-Dateien nach fest eingetragenen Alt-Domains. Sobald alles läuft, löschen Sie Better Search Replace wieder, wie ich es im Ratgeber WordPress-Sicherheit erhöhen empfehle. Falls auf dem Server noch eine veraltete PHP-Version läuft, stellen Sie diese getrennt nach der Anleitung WordPress PHP-Version aktualisieren um.
Wie leiten Sie die alte Domain per 301 dauerhaft auf die neue um?
Nach der Datenbankumstellung leiten Sie jede einzelne Adresse der alten Domain per dauerhafter 301-Weiterleitung direkt auf ihr Gegenstück unter der neuen Domain weiter. Diese Serverregel in der .htaccess-Datei oder in Nginx überträgt die aufgebaute Sichtbarkeit an Google und führt Besucher ohne Umweg zur richtigen Unterseite.
Google unterscheidet zwischen permanenten Weiterleitungen (Statuscode 301 oder 308) und temporären Umleitungen (etwa 302). Nur ein permanenter Code zeigt der Suchmaschine, dass die neue URL die alte Adresse dauerhaft ablöst und deshalb in den Index rücken soll.
„Der teuerste Fehler beim Relaunch ist der Verlust bestehender Sichtbarkeit: Laufen alte Adressen ins Leere, verlieren Sie Platzierungen, die über Jahre entstanden sind. Jede alte Adresse braucht eine Weiterleitung auf ihr inhaltliches Gegenstück, ohne Umweg über eine Zwischenstation.“
— Sascha Fix
Leiten Sie niemals alle alten Unterseiten pauschal auf die neue Startseite um. Da die Startseite inhaltlich nicht zur bisherigen Unterseite passt, wertet Google solche Sammelumleitungen als Soft-404-Fehler, wovor die Google-Dokumentation zum Website-Umzug mit URL-Änderungen ausdrücklich warnt. Vermeiden Sie außerdem mehrstufige Weiterleitungsketten. Bleiben Ihre Seitenpfade beim Wechsel gleich, setzen Sie die Weiterleitung auf Apache-Servern mit aktivem mod_rewrite und FollowSymLinks direkt ganz oben in die .htaccess der alten Domain:
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^(www\.)?example\.de$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ https://ihre-domain.de/$1 [R=301,L]
</IfModule>
Der Platzhalter $1 übernimmt dabei den gesamten Pfad, während Apache vorhandene Query-Strings automatisch anhängt. Verwenden Sie in der .htaccess auf modernen PHP-FPM-Servern aber niemals alte Befehle wie php_value oder php_flag, weil diese nur unter mod_php laufen und sonst sofort einen Serverausfall auslösen. Wie Sie diesen Fehler beheben, lesen Sie unter 500-Error nach .htaccess-Änderung und WordPress-Error-Logs finden. Auf Nginx-Servern tragen Sie stattdessen im server-Block der alten Domain die Direktive return (ab Version 0.8.42) ein:
server {
listen 80;
listen 443 ssl;
server_name example.de www.example.de;
return 301 https://ihre-domain.de$request_uri;
}
Prüfen Sie danach für Startseite, Unterseite und Bild-URL, ob der Server direkt mit dem Statuscode 301 antwortet. Wie Sie das mit curl prüfen und mehrere Regeln in die richtige Reihenfolge bringen, zeigt mein Ratgeber .htaccess-Weiterleitung einrichten. Diese 301-Weiterleitungen müssen laut Google mindestens ein Jahr lang aktiv bleiben, damit die Suchmaschine alle Backlinks auf die neue Adresse überträgt. Lassen Sie deshalb auch das SSL-Zertifikat der alten Domain über diesen Zeitraum weiterlaufen.
Wie melden Sie den Domainwechsel in der Google Search Console?
In der Google Search Console melden Sie den Domainwechsel über das integrierte Werkzeug zur Adressänderung, sobald die 301-Weiterleitungen aktiv sind. Dafür müssen alte und neue Domain im selben Google-Konto bestätigt sein. Google bevorzugt daraufhin 180 Tage lang die neue Adresse beim Crawling und überträgt die Rankings Schritt für Schritt.

Bevor Sie die Meldung starten, kontrollieren Sie im neuen WordPress-Backend unter Einstellungen → Lesen, dass der Haken bei Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren entfernt ist. Sonst sperrt WordPress die neue Domain per noindex komplett aus Google aus. Wie Sie zusätzliche Blockaden im Canonical-Tag aufspüren, zeigt der Beitrag Website wird nicht bei Google angezeigt. Danach legen Sie die neue Domain nach dem Ratgeber Google Search Console als Property an und reichen dort sofort Ihre neue XML-Sitemap ein.
Sobald die 301-Weiterleitungen stehen, öffnen Sie das Tool zur Adressänderung. Dieses Werkzeug nutzen Sie nur bei einem Domain- oder Subdomainwechsel, aber nicht beim Wechsel auf HTTPS oder www:
- Alte Property öffnen: Wählen Sie in der Search Console Ihre bisherige Domain
example.deaus. - Adressänderung starten: Öffnen Sie links unten Einstellungen und klicken Sie danach auf Adressänderung.
- Neue Property zuweisen: Wählen Sie
ihre-domain.deaus, damit Google die 301-Weiterleitungen live prüft und den Umzug bestätigt.
Ab diesem Moment räumt Google den neuen Adressen für 180 Tage Vorrang beim Crawling ein und schützt sie bei der Indexierung vor doppeltem Inhalt. Planen Sie bei einer mittelgroßen Website trotzdem etwas Geduld ein: Laut Google vergehen einige Wochen oder länger, bis der Suchindex alle Seiten umgestellt hat. In dieser Übergangszeit können in den Suchergebnissen vorübergehend noch alte URLs als alternative Namen auftauchen.
Was passiert mit den E-Mail-Adressen der alten Domain?
Eine Weiterleitung für den Webseiten-Aufruf leitet keine E-Mails um, weil der Mailverkehr über eigene MX-Einträge im DNS läuft. Richten Sie deshalb für alte Postfächer eine Weiterleitung auf die neuen Adressen ein. Zusätzlich stellen Sie Kontaktformulare in WordPress um und hinterlegen SPF, DKIM sowie DMARC für die neue Domain.
Reicht die .htaccess-Weiterleitung auch E-Mails an info@example.de weiter? Das stimmt nicht, denn Webserver und Mailserver (SMTP sowie IMAP) arbeiten technisch getrennt. Den E-Mail-Empfang steuern allein die MX-Einträge im DNS:
- Alte Postfächer weiterleiten: Legen Sie die neuen Postfächer an und leiten Sie alte Adressen mindestens ein Jahr lang weiter; bei einem Hosterwechsel sichern Sie Mails vorab nach E-Mails beim Hosterwechsel sichern.
- Formulare und SMTP anpassen: Tragen Sie die neue Absenderadresse in allen Formularen sowie im SMTP-Plugin ein, damit empfangende Mailserver keine Nachrichten abweisen; die Fehlersuche beschreibt WordPress-E-Mail kommt nicht an.
- DNS-Schutz hinterlegen: Richten Sie für die neue Domain sofort SPF, DKIM und DMARC im DNS ein, damit Gmail und Outlook Ihre Nachrichten akzeptieren.
Damit Sie beim Umschalttermin keinen Punkt vergessen, fasst diese Checkliste alle fünf Phasen zusammen:
Checkliste: WordPress-Domain ändern ohne Ranking- und E-Mail-Verlust
- [ ] Vorbereitung: Domaininhaberschaft geklärt, Backup außerhalb des Webspaces getestet, SSL-Zertifikat sowie IPv6-
AAAA-Record geprüft und DNS-TTL gesenkt. - [ ] Datenbank: Neue HTTPS-Adresse eingetragen, alte Domain per Better Search Replace oder WP-CLI ohne
guid-Spalte ersetzt und danach Permalinks gespeichert. - [ ] Weiterleitung: 1:1-Weiterleitung per Statuscode 301 eingerichtet, mit Unterseiten getestet und alte Domain samt SSL für mindestens ein Jahr eingeplant.
- [ ] Search Console:
noindex-Haken unter Einstellungen → Lesen deaktiviert, neue Property samt Sitemap angelegt und Adressänderung aktiviert. - [ ] E-Mail & Rechtstexte: Alte Postfächer weitergeleitet, Formulare, SMTP sowie SPF/DKIM/DMARC umgestellt und Impressum samt Datenschutzerklärung aktualisiert.
Selbst umstellen oder begleiten lassen: Wo endet die Selbsthilfe?
Einen Domainwechsel mit gleichbleibender Seitenstruktur und vollständigem Hosting-Zugang setzen Sie mit Backup und Better Search Replace sicher selbst um. Ändern sich gleichzeitig die URL-Struktur, der Server oder ein WooCommerce-Shop, schützt eine fachliche Begleitung vor gebrochenen Weiterleitungsketten, verlorener Sichtbarkeit und Ausfällen im laufenden Betrieb.
Solange Ihre Website auf demselben Server bleibt und alle Unterseiten ihre bisherigen Pfade behalten, führt Sie diese Anleitung Schritt für Schritt ans Ziel. Bauen Sie beim Domainwechsel jedoch gleichzeitig Seitenpfade um, braucht jede bisher rankende URL eine eigene Zuordnung im Weiterleitungsplan, damit keine Sichtbarkeit abreißt. Was bei einem solchen Umbau zusätzlich ansteht, zeigt die Website-Relaunch-Checkliste.
Entscheidungshilfe: Domainwechsel selbst durchführen oder zum Festpreis beauftragen
| Kriterium / Ausgangslage | Selbst umstellen (mit dieser Anleitung) | Technische Umsetzung oder SEO-Begleitung beauftragen |
|---|---|---|
| Seiten- und URL-Struktur | Alle Unterseiten behalten ihre exakten Pfade (/kontakt/ bleibt /kontakt/). |
Seiten werden umbenannt, zusammengelegt oder in einem neuen System aufgebaut. |
| Technischer Umfang | Reine WordPress-Website auf demselben Webspace ohne komplexe Schnittstellen. | Gleichzeitiger Hosterwechsel, WooCommerce-Shop, mehrere Domains oder über zehn E-Mail-Postfächer. |
| Zugänge & Vorwissen | Voller Zugriff auf Hosting-Panel, DNS, FTP, Datenbank und Search Console vorhanden. | Unsicherheit bei .htaccess/Nginx, serialisierter Datenbank, DNS-Zonen oder fehlende Zugänge. |
| Bisherige Google-Sichtbarkeit | Geringe organische Zugriffe oder rein lokale Visitenkarte ohne kritische Rankings. | Wichtige Platzierungen und regelmäßige Anfragen über Google, die beim Wechsel geschützt werden sollen. |
| Fester Kostenrahmen bei Beauftragung (Stand Oktober 2026) | Eigene Arbeitszeit. | Technischer Umzug: 390 € (Website) bzw. 690 € (Website und E-Mail inkl. Domain-Umzug mit AuthInfo, bis 10 Postfächer, SPF und DKIM) oder ab 1.190 € (Shop und mehrere Domains). SEO-Relaunch-Begleitung: 490 € (Nachprüfung), 890 € (Begleitung bis etwa 50 Unterseiten inkl. 8 Wochen Monitoring) oder 1.490 € (bis etwa 250 Unterseiten oder Online-Shop) – jeweils netto zzgl. 19 % USt. |
Wenn ich Ihren Wechsel begleite, verspreche ich keine festen Google-Platzierungen, weil Rankings immer von Googles Bewertung und dem Wettbewerb abhängen. Ich sorge stattdessen dafür, dass Ihre Datenbankfelder heil bleiben, jede 301-Weiterleitung sitzt, alle Zugänge in Ihrer Hand liegen und Ihre E-Mails über SPF, DKIM und DMARC zum Festpreis zuverlässig ankommen. Den genauen Ablauf und alle Festpreise finden Sie auf meinen Seiten zur SEO-Relaunch-Begleitung sowie zum Website-Umzug zum Festpreis.
Häufige Fragen zum Ändern der WordPress-Domain
Was ist der Unterschied zwischen WordPress-Adresse (URL) und Website-Adresse (URL)?
Die WordPress-Adresse (intern siteurl oder WP_SITEURL) gibt an, unter welcher URL Ihre WordPress-Kerndateien und das Administrationsverzeichnis /wp-admin/ auf dem Server liegen. Die Website-Adresse (intern home oder WP_HOME) bestimmt dagegen die Adresse, die Besucher im Browser eingeben, damit sie Ihre Startseite erreichen. Bei fast allen Standardinstallationen tragen beide Felder exakt dieselbe HTTPS-Domain ohne Schrägstrich am Ende.
Wie mache ich eine fehlerhafte Domain-Änderung in WordPress rückgängig, wenn ich mich nicht mehr einloggen kann?
Verbinden Sie sich per FTP oder über den Dateimanager Ihres Hosters mit dem Server und öffnen Sie die Datei wp-config.php im WordPress-Hauptverzeichnis. Fügen Sie dort vor der Schlusszeile die beiden Konstanten define('WP_HOME', 'https://ihre-domain.de'); und define('WP_SITEURL', 'https://ihre-domain.de'); mit Ihrer funktionierenden Adresse ein. Das übersteuert die fehlerhaften Datenbankwerte sofort, sodass Sie sich danach wieder in /wp-admin/ anmelden können.
Darf ich die alte Domain einfach per SQL-Befehl REPLACE in phpMyAdmin ersetzen?
Nein, denn ein einfacher SQL-Befehl mit REPLACE beschädigt serialisierte PHP-Daten in den Tabellen wp_options und wp_postmeta. WordPress sowie viele Themes und Page-Builder speichern Einstellungen zusammen mit der exakten Zeichenlänge des jeweiligen Textes. Wenn sich bei der neuen Domain die Zeichenzahl ändert, stimmt die gespeicherte Längenangabe nicht mehr und Widgets oder Layouts fallen aus. Nutzen Sie deshalb immer Better Search Replace oder WP-CLI.
Wie lange muss ich die alte Domain für 301-Weiterleitungen behalten?
Google empfiehlt in seiner Dokumentation zum Website-Umzug, die 301-Weiterleitungen mindestens ein Jahr lang aktiv zu halten. Das Werkzeug zur Adressänderung in der Google Search Console bevorzugt die neue Domain zwar für 180 Tage beim Crawling, aber externe Links bleiben länger bestehen. Behalten Sie die alte Domain außerdem mindestens ein Jahr im Vertrag, damit Backlinks und E-Mail-Weiterleitungen nicht ins Leere laufen.
Gehen meine Google-Rankings beim Ändern der WordPress-Domain verloren?
Wenn jede alte Unterseite per 301-Weiterleitung direkt auf ihr inhaltliches Gegenstück unter der neuen Domain zeigt, überträgt Google die bestehenden Rankingsignale auf die neuen Adressen. Kurzfristige Schwankungen sind trotzdem normal: Weil sich jede einzelne URL ändert, benötigt Google laut eigener Dokumentation bei mittelgroßen Websites einige Wochen oder länger, bis alle Seiten neu gecrawlt und im Index umgestellt sind.
Warum darf die Spalte guid in der Tabelle wp_posts beim Domainwechsel nicht geändert werden?
Die Spalte guid (Globally Unique Identifier) in der Tabelle wp_posts dient in WordPress als dauerhaft eindeutige Kennung jedes Beitrags, vor allem für RSS-Reader und Feed-Abonnenten. Obwohl dort die alte Domain als Text steht, nutzt WordPress dieses Feld im Frontend niemals für sichtbare Links. Wenn Sie die Spalte guid nachträglich überschreiben, stufen Feed-Reader alle bisherigen Beiträge fälschlich als neu veröffentlicht ein.
Sie planen einen Domainwechsel oder Relaunch ohne Sichtbarkeitsverlust?
Schicken Sie mir Ihre bisherige und geplante Domain. Ich übernehme auf Wunsch den kompletten technischen Umzug samt E-Mail-Postfächern oder begleite Ihren Relaunch mit Weiterleitungsplan und achtwöchiger Kontrolle in der Search Console zum Festpreis.