Eine Ortsseite hilft, wenn sie für ihren Ort etwas Eigenes sagt
Eine Seite für jeden Ort im Einzugsgebiet soll Kunden erreichen, die nach Ihrer Leistung in ihrem Ort suchen. Googles Spam-Richtlinien kennen aber auch Brückenseiten: Seiten, die für ähnliche Suchanfragen erstellt sind und Besuchern weniger bieten als das eigentliche Ziel.
Ob Ihre Ortsseiten auf der richtigen Seite dieser Grenze stehen, prüfen Sie mit einem Test, den Sie selbst machen können: Ortsnamen ersetzen, zwei Seiten vergleichen, danach die Search Console lesen.
Wenn Ihr Betrieb Kunden in mehreren Orten hat, liegt es nahe, für jeden Ort eine eigene Seite anzulegen: „Maler in Musterstadt“, „Maler in Beispielhausen“. Eine solche lokale Landingpage kann Menschen erreichen, die nach Ihrer Leistung in ihrem Ort suchen. Dieselbe Seite kann aber auch unter eine Regel fallen, die Google in seinen Spam-Richtlinien „Missbrauch von Brückenseiten“ nennt; im Englischen heißen solche Seiten Doorway Pages.
Den Unterschied macht der Inhalt. Eine Ortsseite, die für ihren Ort etwas sagt, das auf Ihren anderen Seiten nicht steht, ist eine lokale Landingpage. Wenn sich eine Seite dagegen von ihren Geschwistern nur durch den Ortsnamen unterscheidet, kommt sie dem nahe, was Google als „im Wesentlichen ähnliche Seiten“ zu den Brückenseiten zählt. Das können Sie selbst prüfen: Ersetzen Sie in zwei Ortsseiten den Ortsnamen durch dasselbe Wort und vergleichen Sie, was übrig bleibt.
Was unterscheidet eine lokale Landingpage von einer Brückenseite?
Eine lokale Landingpage beantwortet die Suche nach einer Leistung in einem bestimmten Ort. Als Brückenseiten bezeichnet Google Seiten, die erstellt werden, um bei bestimmten, ähnlichen Suchanfragen in den Suchergebnissen zu erscheinen, und die Besucher auf Zwischenseiten führen, die weniger hilfreich sind als das eigentliche Ziel. Der Unterschied liegt also darin, ob die Seite dem Besucher selbst hilft.

Die Spam-Richtlinien für die Google-Suche nennen vier Beispiele für den Missbrauch von Brückenseiten (Stand der deutschen Fassung: 2. September 2026). Eines spricht Städte ausdrücklich an: „Mehrere Domainnamen oder Seiten, die auf bestimmte Regionen oder Städte ausgerichtet sind, die Nutzer jedoch alle zur selben Seite weiterleiten“. Ein anderes lautet: „Im Wesentlichen ähnliche Seiten erstellen, die eher Suchergebnissen ähneln als einer klar definierten, durchsuchbaren Hierarchie“. Ein drittes Beispiel beschreibt Seiten, die generiert werden, um Besucher auf den nutzbaren oder relevanten Teil einer Website zu leiten.
„Weiterleiten“ meint dabei nicht nur die technische Weiterleitung; im englischen Original steht „funnel“, also lenken. Auch eine Ortsseite ohne jede Weiterleitung kann unter die Brückenseiten fallen, nämlich als eine der im Wesentlichen ähnlichen Seiten aus dem zweiten zitierten Beispiel.
Seit März 2024 gibt es eine zweite Richtlinie, die Google auf Deutsch „Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten“ nennt (englisch Scaled Content Abuse). Gemeint sind viele Seiten, die in erster Linie erstellt werden, um das Suchranking zu manipulieren, und nicht, um Nutzern zu helfen. Google wendet diese Richtlinie nach eigener Ankündigung unabhängig davon an, ob die Inhalte automatisch, von Menschen oder in einer Mischung aus beidem entstehen. Eine Vorlage, die jemand von Hand mit Ortsnamen befüllt, ist also nicht schon deshalb unbedenklich.
Websites, die gegen die Spam-Richtlinien verstoßen, erhalten laut Google möglicherweise ein niedrigeres Ranking oder werden gar nicht angezeigt. Wenn Sie Ihre eigenen Seiten prüfen, hilft der Vergleich mit den Warnzeichen aus Googles Richtlinien und aus seinen Fragen zu Brückenseiten von 2015:
| Merkmal | lokale Landingpage | Warnzeichen laut Google |
|---|---|---|
| Inhalt | Angaben, die für diesen Ort stimmen und auf Ihren anderen Ortsseiten nicht stehen | im Wesentlichen derselbe Text wie auf den anderen Ortsseiten, nur mit anderem Ortsnamen |
| Zweck | beantwortet die Suche auf der Seite selbst | lenkt Besucher nur weiter zu dem Teil der Website, der eigentlich hilft |
| Erreichbarkeit | über die Navigation oder eine Übersichtsseite zu finden | eine „Insel“, die von anderen Seiten der Website kaum oder gar nicht zu erreichen ist |
| Ortsnamen | der Ort steht dort, wo die Seite etwas über ihn sagt | Textblöcke mit Städten und Regionen, für die die Seite gefunden werden soll |
| Umfang | so viele Seiten, wie es Orte mit eigenem Inhalt gibt | viele Seiten, die in erster Linie für das Ranking entstanden sind |
Ob eine Ortsseite überhaupt etwas bewirken kann, hängt allerdings auch davon ab, wie Google die Suche nach Ihrer Leistung in diesem Ort beantwortet.
Für welche Orte lohnt sich eine eigene Seite?
Eine eigene Seite lohnt sich für einen Ort, wenn nach Ihrer Leistung zusammen mit diesem Ort gesucht wird und Sie für ihn etwas Eigenes zu sagen haben. Zeigt Google bei dieser Suche zuerst eine Kartenansicht, zählen dort vor allem Entfernung und Unternehmensprofil. Ihre Ortsseite kann bei Suchen wirken, bei denen keine Kartenansicht erscheint und der Inhalt entscheidet.
Für lokale Suchergebnisse in Maps und in der Google-Suche nennt die Hilfe zum Google-Unternehmensprofil drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Mit Relevanz meint Google, wie gut ein Unternehmensprofil zum Gesuchten passt, mit Entfernung den Abstand zum Suchenden. In die Bekanntheit fließen unter anderem die Zahl der Websites ein, die auf das Unternehmen verweisen, und die Zahl seiner Rezensionen.
Ihre eigene Website nennt Google in dieser Aufzählung nicht; Websites zählen dort nur als Verweise auf Ihr Unternehmen. Wo die eigene Website trotzdem den Ausschlag gibt, hängt an der Suche:
„Bei manchen Suchen blendet Google zuerst eine Kartenansicht mit drei örtlichen Einträgen ein – dort entscheidet vor allem die Nähe zum Suchenden. Wo diese Kartenansicht nicht erscheint, entscheidet der Inhalt.“
— Sascha Fix
Daraus folgt auch, welcher Hebel für Ihren Betrieb der wichtigste ist. Wenn Sie ein Ladengeschäft oder eine Praxis mit Publikumsverkehr führen, ist das aus meiner Sicht das Unternehmensprofil. Wenn Sie beraten, planen, bauen oder vermieten und Ihre Kunden vorher recherchieren, kommt die Anfrage über einen Text, der eine Frage beantwortet. Das Profil ersetzt die Website aber auch im ersten Fall nicht; wie Sie es vollständig anlegen, zeigt der Ratgeber Google-Unternehmensprofil einrichten.

An der Entfernung ändert eine Ortsseite nichts, denn die Entfernung beschreibt den Abstand zwischen Unternehmen und Suchendem. Ohne Ladengeschäft sieht Google genau ein Profil vor: für die Unternehmenszentrale, mit einem Einzugsgebiet, dessen Grenzen laut den Richtlinien für Unternehmensprofile nicht mehr als ca. zwei Autostunden vom Standort entfernt sein sollten (Stand Oktober 2026). Ihre Seite für den Nachbarort ist deshalb kein zweiter Standort, sondern ein Text, der eine Suche beantworten soll.
Für die Auswahl der Orte heißt das: Prüfen Sie zuerst, ob nach Ihrer Leistung zusammen mit dem Ortsnamen gesucht wird; wie das geht, beschreibt der Ratgeber zur Keyword-Recherche. Danach sehen Sie nach, ob Google bei dieser Suche zuerst eine Kartenansicht zeigt.
Für Local SEO im Handwerk empfiehlt der Ratgeber zur Strategie für Handwerksbetriebe eigene Unterseiten für die Orte, die Sie bedienen. Googles Definition der Brückenseite knüpft daran allerdings eine Bedingung: Jede dieser Seiten braucht für ihren Ort einen Inhalt, der auf den anderen nicht steht. Der Ratgeber zur lokalen Sichtbarkeit nennt dieselbe Bedingung: Die Seiten für die einzelnen Orte sollen nicht identisch sein, sondern Informationen zum jeweiligen Ort enthalten.
Was gehört auf eine Ortsseite, damit sie für diesen Ort etwas taugt?
Auf eine Ortsseite gehört, was nur für diesen Ort stimmt: die Fragen, die Kunden von dort stellen, die Gegebenheiten, die Ihre Arbeit dort prägen, und wie ein Termin bei Kunden in diesem Ort abläuft. Dazu kommt Ihr tatsächlicher Firmensitz. Eine Mindestlänge gibt es nicht: Google hat nach eigener Aussage keine bevorzugte Wortzahl.
Googles Leitfaden zu hilfreichen Inhalten fragt, ob Inhalte als „fundiertes Wissen aus erster Hand“ erkennbar sind, und nennt als Beispiel Wissen „infolge des Besuchs eines Orts“. Eine Ortsseite sollte also zeigen, dass Sie den Ort kennen, etwa so:
- Fragen aus dem Ort: was Kunden von dort wissen wollen, mit Ihrer Antwort.
- Gegebenheiten vor Ort: was Ihre Arbeit dort anders macht als im Nachbarort, etwa Bauweise oder Parken beim Termin.
- Ablauf und Ansprechpartner: wie ein Termin in diesem Ort zustande kommt und wer ihn übernimmt.
Und die Überschriften? Aus meiner Sicht gehören auf einer Ortsseite Leistung und Ort in die Überschrift; Zahlen zum Ort stehen im Fließtext, als Überschrift sind sie zu viel. Denn Überschriften werden zuerst gelesen und tragen das Thema der Seite, und eine Überschrift über eine Statistik verdrängt dort Leistung und Ort, ohne dem Leser etwas zu sagen.
An meinen zwölf eigenen Seiten für lokale Suchen sieht das so aus, Stand Anfang des vierten Quartals 2026: Von ihren 104 Überschriften (H1 und H2) standen nach dem Ortsnamen-Tausch, den der nächste Abschnitt zeigt, 44 wortgleich auch auf mindestens einer anderen Seite, alle als H2 nach fünf festen Mustern wie „Was eine Website in X kostet“ oder „Häufige Fragen aus X“. Diese Gleichheit ist gewollt: Oben stehen Leistung und Ort, die Angaben zum Ort stehen im Text darunter.
Beim Standort ziehen die Richtlinien für Unternehmensprofile eine klare Grenze: Ein Profil gibt es nur für den tatsächlichen Standort, für eine gemietete Postanschrift ohne echten Firmensitz gibt es keins, und an einer Adresse, die bei Google erscheint, muss ganzjährig ein festes Schild mit dem Namen des Unternehmens hängen. Für die Website schließe ich daraus: Name, Adresse und Telefonnummer stehen auf Ihrer Website, im Profil und in Branchenverzeichnissen gleich, denn das macht Ihren Betrieb für Google eindeutig. Eine Ortsseite mit einer Adresse im Ort, an der Ihr Betrieb nicht sitzt, bricht diese Einheitlichkeit.
Sie können nachzählen, ob Ihre eigenen Ortsseiten im Text genug Eigenes tragen.
Wie prüfen Sie, ob Ihre Ortsseiten zu ähnlich sind?
Ersetzen Sie in zwei Ortsseiten jeden Ortsnamen durch dasselbe Platzhalterwort und vergleichen Sie die Seiten Satz für Satz, getrennt nach Überschriften und Fließtext. Je mehr Aussagesätze danach auf beiden Seiten gleich stehen, desto näher kommen die Seiten dem, was Google „im Wesentlichen ähnliche Seiten“ nennt. Die Google Search Console zeigt danach, welchen Status Google den Seiten gibt.
Zwei Ortsseiten als Text sichern
Kopieren Sie den sichtbaren Text zweier Ortsseiten ohne Menü, Fußbereich und Kontaktkasten in zwei leere Textdokumente. Nehmen Sie zuerst die beiden Seiten, die Sie selbst für am ähnlichsten halten.
Ortsnamen durch einen Platzhalter ersetzen
Ersetzen Sie in beiden Dokumenten jeden Ortsnamen durch dasselbe Wort, etwa „Ortsname“, auch Ortsadjektive wie „Musterstädter“ und genannte Ortsteile.
Überschriften getrennt vergleichen
Schreiben Sie H1 und alle H2 beider Seiten untereinander und markieren Sie, welche jetzt wortgleich sind. Notieren Sie diese Zahl getrennt, denn gleiche Überschriften aus Leistung und Ort können gewollt sein.
Aussagesätze im Fließtext vergleichen
Markieren Sie im Fließtext jeden Satz mit mindestens fünf Wörtern, der auf beiden Seiten gleich steht. Zählen Sie Abschnitte, die absichtlich auf jeder Seite gleich sind, etwa Preise oder Kontakt, gesondert.
Ergebnis in der Search Console gegenlesen
Öffnen Sie danach in der Search Console den Bericht „Seitenindexierung“ und sehen Sie nach, mit welchem Status Google Ihre Ortsseiten dort führt. Im Leistungsbericht zeigt der Tab „Seiten“, ob eine Ortsseite Impressionen hat.

Wie viele gleiche Sätze sind zu viel? Eine feste Grenze nennt Google nicht. Deshalb hilft ein Vergleichswert für Ihre eigene Zählung, und den liefert mein Test.
Ich habe ihn an meinen zwölf Seiten für lokale Suchen gemacht, Stand Anfang des vierten Quartals 2026, und dabei wie in den Schritten oben Sätze ab fünf Wörtern im Fließtext gezählt, ohne Überschriften, Kontakt- und Hinweiskasten. Nach dem Ortsnamen-Tausch teilten sich zwei Seiten im Median drei wortgleiche Aussagesätze, mindestens einen und höchstens fünf, bei 28 bis 97 Aussagesätzen je Seite. Fast alle gemeinsamen Sätze stehen im Preisabschnitt; ohne ihn hatten 61 der 66 Seitenpaare keinen einzigen gemeinsamen Satz.
Sie können über die Übersicht der Seiten für Orte in Schleswig-Holstein nachprüfen, welche Seiten ich verglichen habe. Die Tabelle fasst die Werte zusammen:
| Verglichen | Ergebnis (12 Seiten, 66 Seitenpaare, Stand Anfang viertes Quartal 2026) |
|---|---|
| gemeinsame Aussagesätze im Fließtext je Seitenpaar | Median 3, mindestens 1, höchstens 5 |
| dasselbe ohne Preisabschnitt | 61 von 66 Paaren ohne gemeinsamen Satz, die übrigen höchstens 2 |
| Überschriften (H1 und H2), wortgleich auf mindestens einer weiteren Seite | 44 von 104, alle davon H2 |
| H1 nach dem Tausch | alle 12 verschieden |
Für Ihren eigenen Test folgt daraus zweierlei. Zählen Sie Überschriften und Fließtext getrennt, denn bei meinen Seiten liegen die Werte weit auseinander: 42 Prozent der Überschriften gegen höchstens fünf gemeinsame Sätze je Seitenpaar. Eine gemeinsame Zahl würde beide Befunde verwischen. Und weisen Sie Abschnitte, die absichtlich auf jeder Seite gleich stehen, gesondert aus, weil bei meinen Seiten allein der Preisabschnitt darüber entschied, ob zwei Seiten überhaupt gemeinsame Sätze hatten.
In der Search Console sind für Ortsseiten zwei Status wichtig (Bezeichnungen Stand Oktober 2026). Unter „Duplikat – vom Nutzer nicht als kanonisch festgelegt“ führt Google Seiten, die es als Duplikat einer anderen Seite einstuft (Duplicate Content), ohne dass Sie eine bevorzugte kanonische Seite angegeben haben. Google zeigt dann nur die andere Seite. Wenn Sie die Seite nicht für ein Duplikat halten, rät Google in der Hilfe zum Bericht „Seitenindexierung“, darauf zu achten, „dass sich der Inhalt zwischen den beiden Seiten erheblich unterscheidet“.
Der Status „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“ besagt dagegen nur, dass Google die Seite gecrawlt, aber nicht indexiert hat und sie später noch indexieren könnte; was dahinterstecken kann, erklärt der Ratgeber Seite wird nicht indexiert. Eine manuelle Maßnahme wegen Brückenseiten meldet Google außerdem im Bericht „Manuelle Maßnahmen“ und im Message Center.
Sie sollten dabei nicht voraussetzen, dass jede Ortsseite im Index steht; Google rät selbst, nicht davon auszugehen, dass jede URL einer Website indexiert ist. Wie Sie den Leistungsbericht je Seite lesen, zeigt der Ratgeber zur Google Search Console.
Wie binden Sie Ortsseiten in Ihre Website ein?
Jede Ortsseite braucht mindestens einen Link von einer anderen Seite Ihrer Website, und zwar als echten Link mit einem Ankertext, der Leistung und Ort beschreibt. Eine Übersichtsseite, die jeden Ort mit einem Satz zu Ihrer Leistung dort verlinkt, erfüllt das für alle Ortsseiten auf einmal. Eine Seite, die nur in der Sitemap steht, bleibt dagegen für Besucher unerreichbar.
Laut den Link-Best-Practices für Google sollte auf jede wichtige Seite mindestens eine weitere Seite Ihrer Website verlinken, und zwar mit einem Link, den Google crawlen kann: Das ist im Allgemeinen nur ein <a>-Element mit href-Attribut. Einen guten Ankertext beschreibt Google als aussagekräftig, prägnant und relevant, ohne dass er mit Keywords vollgestopft ist. Für interne Links auf Ortsseiten heißt das also: „Elektroinstallation in Musterstadt“ sagt dem Besucher mehr als „hier“ oder eine Kette aus fünf Suchbegriffen.
Schon 2015 fragte Google in seinen Prüffragen zu Brückenseiten, ob Seiten als „Insel“ existieren, die von anderen Teilen der Website schwer oder gar nicht zu erreichen sind. Die geltende Definition steht heute in den Spam-Richtlinien; beim Prüfen hilft die Frage trotzdem: Eine Ortsseite, die nur über die XML-Sitemap zu finden ist, ist eine solche Insel.
Eine bloße Liste von Ortsnamen ersetzt diese Verlinkung nicht: Googles Spam-Richtlinien führen „Textblöcke mit Städten und Regionen, für die eine Webseite im Ranking erscheinen möchte“ als Beispiel für überflüssige Keywords auf. Eine Übersichtsseite mit einem Satz und einem Link je Ort gibt dem Besucher dagegen eine Auskunft. Verweise zwischen zwei Ortsseiten passen dann, wenn sie weiterhelfen, etwa zwischen Nachbarorten, deren Kunden ähnliche Fragen haben. Wie Sie interne Links für die ganze Website planen, beschreibt der Ratgeber zur Strategie für interne Verlinkung.
Ortsseiten selbst schreiben oder schreiben lassen?
Ortsseiten selbst zu schreiben, funktioniert, wenn Sie jeden Ort kennen, für den Sie eine Seite planen, Zeit für einen eigenen Text je Seite haben und Seiten in Ihrem System selbst anlegen und verlinken können. Fehlt eine dieser Bedingungen, ist eine Vorlage mit getauschtem Ortsnamen der naheliegende Ausweg, aber genau der rückt die Seiten in Richtung Brückenseite.
| Was Sie brauchen | Woran Sie es erkennen | Wenn es fehlt |
|---|---|---|
| Ortskenntnis | Sie können zu jedem Ort Fragen, Gegebenheiten und Ablauf nennen | den Ort nur auf der Übersichtsseite nennen, ohne eigene Seite |
| Zeit | ein eigener Text je Seite statt einer Vorlage | die Orte nacheinander angehen, die wichtigsten zuerst |
| Zugang zur Website | Seiten anlegen, Navigation und Links ändern | Zugang klären oder die Umsetzung abgeben |
| Search Console | eingerichtet, Seitenindexierung und Leistungsbericht vertraut | erst einrichten, dann veröffentlichen |
Ein KI-Werkzeug löst das Zeitproblem nicht von selbst, denn Google nennt generative KI, die viele Seiten ohne Mehrwert für Nutzer erzeugt, als erstes Beispiel für den Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten. Was die Seite für den Ort Eigenes sagt, muss also von Ihnen kommen.
Und wenn Sie die Ortsseiten abgeben möchten? Für Handwerksbetriebe plane ich im Rahmen von SEO für Handwerker eigene Seiten für die wichtigsten Leistungen und die Orte im Einzugsgebiet, die genau diese Suchen beantworten. Für Betriebe außerhalb des Handwerks gehört das zum Local SEO für Unternehmen mit festem Einzugsgebiet. Im kostenlosen Erstgespräch kläre ich mit Ihnen, für welche Orte sich eine eigene Seite lohnt.
Eine Platzierungszusage gebe ich dabei nicht; Google schreibt selbst, dass sich ein besseres lokales Ranking nicht einfordern lässt, auch nicht gegen Bezahlung. Im Beitrag zu den Kosten von Local SEO lesen Sie, was Local SEO kostet und welche Teile Sie selbst übernehmen können.
Häufige Fragen zu lokalen Landingpages
Sind Ortsseiten auf meiner Website Spam?
Nicht von sich aus. Googles Spam-Richtlinien nennen Seiten für Städte dort als Beispiel für Brückenseiten, wo sie Nutzer alle zur selben Seite leiten. Außerdem zählen die Richtlinien im Wesentlichen ähnliche Seiten dazu, die eher Suchergebnissen ähneln als einer klar definierten Hierarchie. Eine Ortsseite, die für ihren Ort Fragen, Gegebenheiten und Abläufe beschreibt, entspricht diesem Bild nicht. Kritisch wird es, wenn sich Ihre Ortsseiten nur im Ortsnamen unterscheiden.
Wie prüfe ich, ob meine Ortsseiten als Brückenseiten gelten könnten?
Ersetzen Sie in zwei Ortsseiten jeden Ortsnamen durch dasselbe Wort und vergleichen Sie Überschriften und Fließtext getrennt. Zählen Sie die Sätze ab fünf Wörtern, die auf beiden Seiten gleich stehen, und weisen Sie absichtlich gleiche Abschnitte wie Preise gesondert aus. Danach zeigt der Bericht „Seitenindexierung“ in der Search Console, mit welchem Status Google die Seiten führt.
Wie viele Ortsseiten darf ich anlegen?
Eine feste Zahl nennt Google nicht. Die Richtlinie gegen Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten zielt auf viele Seiten, die in erster Linie für das Ranking entstehen. Planen Sie deshalb so viele Ortsseiten, wie Sie Orte haben, in denen nach Ihrer Leistung gesucht wird und zu denen Sie etwas Eigenes sagen können. Das Einzugsgebiet im Unternehmensprofil sollte laut Google nicht weiter als ca. zwei Autostunden reichen (Stand Oktober 2026).
Lohnt sich eine Ortsseite, wenn Google bei der Suche eine Karte zeigt?
Bei Suchen mit Kartenansicht zählen vor allem die Entfernung zum Suchenden und das Unternehmensprofil. Für diese Suchen pflegen Sie zuerst das Profil. Aus meiner Sicht hat eine Ortsseite ihre Chance bei Suchen, bei denen keine Kartenansicht erscheint und der Inhalt entscheidet. Ob nach Ihrer Leistung zusammen mit einem Ort überhaupt gesucht wird, klären Sie vorher mit einer Keyword-Recherche.
Darf ich eine Adresse in einem Ort angeben, in dem ich kein Büro habe?
Für das Unternehmensprofil lässt Google das nicht zu: Ein Profil gibt es nur am tatsächlichen Standort, und eine gemietete Postanschrift ohne Firmensitz genügt dafür nicht. Auf der Website stehen Name, Adresse und Telefonnummer aus meiner Sicht deshalb genauso wie im Profil. Eine Ortsseite nennt Ihren echten Firmensitz und beschreibt Ihre Arbeit im Ort. Ob eine Ortsangabe, die einen Sitz anzeigt, den es nicht gibt, außerdem wettbewerbsrechtlich als irreführend gilt, hängt vom Einzelfall ab; das klärt ein Rechtsanwalt.
Kann ich Ortsseiten mit KI-Werkzeugen erstellen?
Google nennt als erstes Beispiel für Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten den Einsatz generativer KI, um viele Seiten ohne Mehrwert für Nutzer zu erzeugen. Nach Googles Ankündigung vom März 2024 gilt die Richtlinie gleich, ob Inhalte automatisch, von Menschen oder gemischt entstehen. Ob ein Werkzeug beim Formulieren hilft, ändert also nichts an der Frage, ob jede Seite für ihren Ort etwas Eigenes sagt.
Sie wollen wissen, für welche Orte sich eine eigene Seite lohnt?
Im kostenlosen Erstgespräch schaue ich mir Ihre Website, Ihr Unternehmensprofil und Ihren lokalen Wettbewerb an. Danach sage ich Ihnen, für welche Orte sich eine eigene Seite lohnt und wo das Profil der wichtigere Hebel ist.